Krimi | Liebesroman

„Ein dunkles Geschenk“ von Nora Roberts

von am August 31, 2015

27.AprilInformation

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: B00QZEQLNK
Format: eBook, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf auf die gebundene Ausgabe!

Handlung

Lila Emerson ist hauptberufliche Autorin. Damit ihr Leben spannend bleibt, verdient sie sich zusätzlich etwas als Haussitterin dazu. Immer wenn Menschen für länger verreisen, zieht sie in das verlassene Domizil und passt auf die vier Wände inklusive möglicher tierischer Mitbewohner auf.
Bei ihrem aktuellen Job beobachtet sie oft die Nachbarschaft durch die großen Fenster. Mit dabei ein Pärchen, welches sich immer streitet. Eines Abends sieht sie wieder einen Streit. Dieser endet in einem Mord mit folgendem Suizid des Mörders.
Diese Ereignisse verändern ihr Leben komplett, denn nichts ist so, wie es scheint. Die Polizei ermittelt, sie trifft auf den Bruder des potentiellen Mörders und irgendwer bricht in ihr Domizil ein. Ihr Leben ist in Gefahr, aber sie weiß nicht warum. Außerdem läuft sie Gefahr sich unsterblich zu verlieben.

Layout

Ein Parkweg, gesäumt von Bäumen und Bänke, die zum Verweilen einladen. Das ist auf dem Cover zu sehen. Mitten drauf prangt in der typischen Nora Roberts Buchschrift der Name der Autorin und der Titel. Es handelt sich um einen Papierumschlag. Abgenommen ist der Einband lila, geprägt in weiß ist der Titel zu lesen. Passend zum lila Einband ist ein Lesebändchen integriert. Die Story ist übersichtlich in Kapitel gegliedert.

Fazit

Puh, ne. Das war irgendwie nicht so mein Fall. Ich glaube, das war in den letzten Monaten zu viel Roberts. Der klassische Schema F, alles läuft auf ein Happy End hinaus Overkill.
Die Geschichte war ohne Frage spannend, aber halt im typischen Nora Roberts Klang. Es war vorhersehbar. Aber es wunderte mich nicht und enttäuschte mich auch nicht, denn wenn ich einen Roberts in die Hand nehme, dann ist da Roberts drin.
Aber die Charaktere fand ich zu blass, zu klassisch, mit den üblichen Macken, den üblichen Eigenschaften. Der Spannungsbogen bot nichts Besonderes.
Es war eben so ein Buch, was man mal so eben liest, wenn man nicht viel denken will. Ich war leider unterfordert und gelangweilt. Das Buch kam mir zum falschen Moment in die Hand.
Ab der Hälfte habe ich nur noch sporadisch durchgeblättert, um es nicht abbrechen zu müssen. Von mir nur punktuelle drei Öhrchen. Wenn ich nicht schon Roberts gesättigt gewesen wäre, hätte es mich bestimmt mehr getouched. Das war Pech für dieses Buch.

Meine Bewertung:

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Drama | Krimi | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

von am Juni 16, 2015

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Verlag: Piper Verlag
Seitenzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3492056007
Format: gebunden, Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Der junge Schriftsteller Marcus Goldmann legt mit seinem Debütroman einen Bestseller vor. Er ist der gefeierte Jungautor, von dem sich noch viel mehr versprochen wird. Doch er kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Eine Schreibblockade verhindert seinen nächsten Roman. Immer wieder fängt er eine Geschichte an, nur um sie zu werfen. In dieser Zeit nimmt er Kontakt zu seinem alten Mentor Harry Quebert auf. Dieser wusste schon immer, dass sein ehemaliger Schüler das Zeug zu einem großen Autor hat. Er gibt ihm die nötige Kraft und Marcus fährt gestärkt und voller Tatendrang wieder nach Hause. Ein paar Tage später erfährt Marcus etwas Schreckliches. Sein ehemaliger Lehrer sitzt im Gefängnis. Er soll vor 30 Jahren ein 15 jähriges Mädchen getötet haben. Die Leiche wurde nun in seinem Garten gefunden, mit bei der Leiche das Originalmanuskripts des damaligen Bestsellers seines Mentors Harry Quebert. Für Marcus steht fest, er muss seinem Lehrer helfen, da kümmert ihn auch keine Deadline seines Verlags, die noch immer auf sein Manuskript warten. Für Marcus beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Er will diesen Mordfall aufklären und bekommt gleichzeitig auch die einmalige Chance, seine Schreibblockade abzulegen.

Layout

Das Cover ist in creme-gelb gehalten. Als würde man durch ein Loch in einem Papier auf die nächste Seite schauen, sieht man einen Teil einer Stadt mit Tankstelle und Wohnhäusern. Oben in großen, klaren Buchstaben steht der Name des Autors in weinrot. Unter dem Bild findet sich sehr dominant in klarer, blauer Schrift der Titel des Buches.
Das Bild der Stadt durch dieses Loch im Papier findet sich auch im Buch, wenn ein neuer Teil beginnt. Vergangenheitsszenen und Gegenwart sind klar gekennzeichnet, es ist in Kapitel unterteilt und verschiedene Abschnitte, die das Buch nochmals klar gliedern.

Fazit

Ein so dicker Wälzer verdient auf jeden Fall Respekt. Egal welchen Inhalt das Buch hat. Voller Respekt und Ehrfurcht habe ich auch zu lesen begonnen. Ein wenig Angst hatte ich davor schon, dass vielleicht Langeweile wegen der Länge aufkommt. Wie viel Geplänkel kann auf so vielen Seiten geschehen, die einfach nicht handlungsrelevant sind. Aber die Angst war unbegründet. Jede Seite, jedes Ereignis war wichtig und tragend.

Marcus Goldmann erzählt mir seine Sicht der Dinge. Er erzählt wie es ist, wenn man Autor ist, auf was es ankommt, seine Erfahrungen mit Ruhm und Scheitern. Das ganze beginnt wie eine Biografie. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin, wie Marcus Harry Quebert kennenlernte. Aber schnell wird dieses Buch mehr. Es wird Kriminalfall, Liebesgeschichte, Kleinstadtdrama. Mit jede Menge Klischees zwar gespickt, aber dennoch nicht langweilig. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ausgewogen ab, zwischendurch nimmt mich Marcus Goldmann sogar mit in sein Buch, welches in diesem Buch entsteht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Gerade weil so viele verschiedene Genres bedient werden, voller Klischees gespickt und dennoch so gekonnt neu verstrickt, bot es viel Spannung und Abwechslung. Ich konnte den Kriminalfall mit lösen, bekam drei Biografien und Drama. Ich vergebe 5 begeisterte Eseslöhrchen. Nach diesem Buch wird es schwer, mich auf was neues einzulassen, ich brauch wohl einen Tag eine Pause.

Meine Bewertung:

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Historie | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Sturmzeit“ von Charlotte Link

von am Mai 9, 2015

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 545 Seiten
ISBN: 978-3442374168
Format: eBook, Taschenbuch, gebunden

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Handlung

Felicia stammt aus Ostpreußen. Ihrer Familie gehört ein Familiengut. Bisher konnten Felicia und ihre Geschwister ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben führen. Nur die Liebe macht Felicia sorgen. Sie fühlt sich zu Alex hingezogen, der will aber nur Freundschaft.

Im Sommer 1914 bricht der erste Weltkrieg aus. Felicia muss vom Familiengut fliehen, ihre Brüder ziehen in den Krieg und auch Jugendliebe Alex verändert sich. Felicia muss vom verwöhnten Kind zur erwachsenen und verantwortungsvollen Frau innerhalb von Wochen heranreifen. Doch in der Liebe behält sie sich ihre kindliche Naivität.

Alex, der sich nun in eine andere Frau verliebt hat, soll eifersüchtig gemacht werden. Aber der Schuss geht nach hinten los. Sie heiratet und Alex ist davon unbeeindruckt.
Nun muss sich Felicia mit ihrem Schicksal abfinden, denn ihr „Notnagel“ Ehemann lässt sie nicht mehr ziehen.

Layout

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Das Bild zeigt eine Landschaft, vorne eine Grasfläche, hinten sieht man im Nebel ein Gebirge. In großer, roter und klarer Schrift ist der Titel im oberen Drittel abgedruckt, der Name der Autorin steht darunter.

Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, diese wiederum sind einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch wird das Layout sehr übersichtlich.

Fazit

Auf die Buchreihe bin ich durch die Filme aufmerksam geworden. Den mehrteiligen Fernsehfilm fand ich toll und so machte ich mich gespannt auf die Suche nach dem Buch. Auf Tauschticket wurde ich schnell fündig und forderte Band eins der Reihe an. Ich dachte, die anderen könnte ich mir ja noch immer besorgen, wenn ich den ersten Band mag.

Das war eine gute Überlegung, denn Band eins gefiel mir gar nicht.

Charlotte Link packt mir viel zu viele Personen und Charaktere in dieses Buch und da bleibt leider die Charaktertiefe auf der Strecke. Ich werde mit Felicia nicht warm, ich versteh nicht, was sie an Alex so fasziniert und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Ihre Naivität und der Egoismus gingen mir sehr auf den Geist. Mitten im Krieg, allen geht es schlecht, findet sie sich ungerecht behandelt, wenn sie mit einem Zug fahren muss, der Verletzte transportiert. Und, oh nein, sie muss sogar helfen, diese Kranken zu pflegen. Da hat sie sich ja echt einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Außerdem ist es der Autorin nicht gelungen, mir das Elend und die Brutalität des Krieges näherzubringen. Bei mir kam leider nichts an. Dabei liebe ich diese Bücher, mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Story um Felicia jedoch, hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Zeit und Ort wären beliebig austauschbar und Felicias Liebesleben würde noch genauso ablaufen können. Und auch die Grundidee ist nicht neu. Anwesen, Krieg, Mann an den man nicht rankommt, Anwesen wird zum Mittelpunkt. Kommt euch das bekannt vor? Richtig. Ich fühlte mich ein wenig an „Vom Winde verweht“ erinnert.

Klappentext und Film versprachen mehr, als das Buch dann hergegeben hat. Krimis liegen Frau Link in jedem Fall mehr, mit dieser Familiengeschichte kann ich leider nichts anfangen.

Ich habe etwas mehr geschafft als Seite 101, ich war schon auf Seite 200, aber bis dahin hatte es mich absolut nicht gepackt. Von mir nur ein Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Drama | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley

von am April 7, 2015

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Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3442313945
Format: Gebunden, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe!

Inhalt:

Maia und ihre fünf Geschwister wurden als Babys adoptiert. Aus den verschiedensten Teilen der Welt fanden sie bei ihrem „Pa Salt“ und Haushälterin Marina, genannt „Ma“ ein neues Zuhause auf einem herrschaftlichen Anwesen am Genfer See. Maia ist die älteste der Schwester, die alle nach Sternen des Siebengestirns benannt wurden. Als der Vater stirbt kommen alle Schwestern zusammen. Er hat den Schwestern Briefe hinterlassen mit Hinweisen auf ihre Vergangenheit.
Maia ist die Erste, die sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht und auch auf die Reise, um ihren geliebten „Pa Salt“ besser kennenzulernen. Was hat ihren Vater dazu gebracht, sechs. Mädchen zu adoptieren und wie kam er zu ihr nach Brasilien. Eine Reise in Maias Familiengeschichte. aber auch in ihre Seele, beginnt.

Layout:

Ein großes, Schmiedeeisernes Tor ist halb geöffnet. Hinaus führt es direkt auf einen See. Im Hintergrund schaut man idyllisch auf Berge. Über der Szenerie rankt sich ein Kirschblütenzweig, funkelnde Sterne kann man am Horizont erkennen. In der Mitte des Covers steht in weißer, geschwungener Schrift der Name der Autorin geschrieben, darunter, in Pink, der Titel des Buchs.

Den Papierumschlag kann man abnehmen. Das blanke Buch ist blau, auf dem Buchrücken steht der Titel. Zusätzlich ist in Silber ebenfalls ein Stern geprägt worden.

Das Buch kommt mit Lesebändchen daher. Die Kapitel sind klar gegliedert und die verschiedenen Zeiten klar unterteilt.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut.

Fazit:

Dies ist der erste Band der Reihe von Lucinda Riley. Als Auftakt war es nicht schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen.

Das Buch ist ein typischer Riley. Als erstes erzählt Maia mir ihre Geschichte und ich erfahre ihre Familiengeschichte, angefangen bei ihrer Urgroßmutter. Das Schema ist wie bei allen Büchern. Handlungsstrang in der Gegenwart verknüpft mit dem Handlungsstrang der Vergangenheit.

Lucinda Riley treibt die Story flott voran, die Sprache ist einfach gehalten. Doch es zündet irgendwie nicht. Es gibt viele Fragen zu Anfang des Buches und ich bekomme nur sehr wenige davon aufgedeckt. Warum ich nur Maias Geschichte erfahre, das ist mir schon klar, jede Schwester bekommt einen Band. Und da beginnt meine Kritik.

Für mich wird schon im ersten Band so Einiges unnötig in die Länge gezogen. Vieles hätte es für Maias Geschichte meiner Meinung nach nicht gebraucht. Das finde ich sehr schade. Denn diese Geheimnisse um das Siebengestirn und die Schwester bieten so viel Potential. Ob man da unbedingt jede Schwester einzeln beleuchten muss, wobei sich der Aufbau, wie bei allen Rileys immer und immer wieder wiederholt, das stelle ich in Frage.

Maia bleibt mir leider zu blass und handelt für mich an einigen Stellen nicht sehr nachvollziehbar. Fragt man denn nie nach, wer ist mein Vater, der mich adoptiert hat? Was hat das alles auf sich? Vor allem, wenn ich die Tochter bin, die den Vater doch scheinbar am nächsten steht. Für mich war das alles nicht rund.

Vielleicht hätte mal eine Veränderung gut getan. Schema F zieht nicht immer, so wie es dieses Mal ausschaut.

Dies ist der erste Riley, der mich doch etwas enttäuscht hat, auch wenn Hintergrund und Grundidee sehr stimmig sind. Nur weil es gerade „IN“ ist, mehrteilige Reihen zu schreiben, muss doch nicht jeder auf diesen Zug aufspringen. Auch das kann ein Buch kaputt machen. So wie hier.

Ich denke, dem nächsten Band (ein deutsches Releasedatum scheint noch nicht festzustehen) werde ich wohl noch eine Chance geben. Mal schauen, ob ich wenigstens ein paar kleine Antworten auf die Grundfragen bekomme. Wer war „Pa Salt“. Denn er als Schlüsselfigur, der die Schwestern ja „gesammelt“ hat, ist der größte Geheimnisträger, und von dem weiß ich bisher nur, dass er tot ist.

Für Schema F mit vielen Längen und guter Grundidee bekommt das Buch von mir drei Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

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Drama | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Der Engelsbaum“ von Lucinda Riley

von am Februar 3, 2015

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Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 614 (ohne Leseprobe)
ISBN: 978-3-442-48135-4
Format: eBook, Taschenbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Handlung

Greta Marchmont hat ihr Gedächtnis verloren. Viele Jahre ist das nun schon her. Sie hatte immer Angst vor dem, was vielleicht passiert ist. Doch endlich kratzt sie all ihren Mut zusammen und fährt mit ihrem langjährigen Freund David Marchmont zurück in das alte Herrenhaus Marchmont Hall. Sie ist bereit sich ihrer schmerzhaften Vergangenheit zu stellen.

Bei einem Spaziergang im Garten des Herrenhauses stößt sie auf ein Grab. Bei dem Lesen der Inschrift kommen die Erinnerungen wie ein Blitz zurück und sie kann mit Hilfe von David das Geschehene wiedererleben und verarbeiten.

Ihr Familienschicksal beginnt schon früh und vieles kann sie erst jetzt begreifen.

Layout

Weiß-Blau sind die dominierenden Farben des Covers. Eine Frau ist mit dem Rücken zu uns gewandt und schaut von einem Balkon in eine verschneite Winterlandschaft mit zugefrorenem See. Über ihr ranken sich Baumzweige, die in voller Blüte stehen. Der Name der Autorin ist dunkeblau geschrieben, der Titel des Buches in gold geprägt eingelassen.

Rein von der Stimmung her, mag ich das Cover schon, aber die Motive finde ich dieses Mal wirklich schlimm und nicht zueinander passend. Ein blühender Baum mitten im Winter? Eine Frau, die nur in einem dünnen Kleid bekleidet draußen auf dem Balkon steht? Das Cover wirkt auf mich zusammengewürfelt. Wäre das Buch nicht von Lucina Riley, ich hätte ihm wohl keinen zweiten Blink geschenkt. Doch es fügt sich zumindest in die Coverreihe von Rileys Romanen, die bisher alle irgendwelche blühenden Details auf dem Cover hatten.

Die Geschichte ist klar in die verschiedenen Perspektiven und Zeitabschnitte gegliedert, so dass es einfach ist, der Handlung über drei Generationen zu folgen.

Fazit
Ein typischer Riley eben, und doch der beste, den ich bisher gelesen habe. Die Protagonistin selbst hat ihr Gedächtnis verloren und sie will diesmal ihre eigene Geschichte rekonstruieren. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Vorgängern, in der ja Familienmitglieder sonst Geheimnisse von Angehörigen gelüftet haben.

Greta ist eine starke und zu Anfang sehr naive Hauptprotagonistin, die ich im ersten Drittel des Buches begleite, danach folge ich ihrer Tochter und der Enkelin im dritten Abschnitt. Alle drei Frauen sind mit Marchmond Hall und David Marchmond eng verbunden.

Ich kann alle Gefühle nachvollziehen und leide mit ihnen. Besonders gefallen hat mir der Abschnitt der labilen und psychisch auffälligen Cheska. Der Autorin gelingt es, dass ich ihren Wahnsinn spüren kann.
Etwas zu kurz kam mir leider Enkeltochter Ava. Ihr Schicksal hätte ich gerne noch intensiver erlebt.
Frau Riley knüpft nahtlos an die Vorgängerromane an. Ein Familienschicksal, welches mich wieder zutiefst berührt und begeistert hat. Ich möchte fast sagen, das ist ihr bisher stärkstes Buch.

Und dank der Leseprobe des neuen Romans in diesem Buch, habe ich das neue Werk gleich mal für März vorbestellt. Ja, ich bin ein kleiner Riley-Junkie und Groupie.
5 Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

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Liebesroman

„Remember – Winterzauber“ von Andrea Bielfeldt

von am Januar 17, 2015

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Verlag: eBook bei Amazon erhältlich, Printbuch ist noch in Arbeit, folgt jedoch
Seitenzahl: 301
ISBN: noch nicht vorhanden
Format: eBook, Taschenbuch folgt

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Hannah fährt mit gemischten Gefühlen und mit einem altersschwachen Auto durch verschneite Landschaften zurück in ihre alte Heimat, um über die Weihnachtsfeiertage ihre Familie zu besuchen. Es kommt wie es kommen muss, ihr Auto bleibt liegen und zu allem Überfluss ist auch noch ihr Handyakku leer, so dass sie völlig hilflos in einer menschenleeren Pampa gestrandet liegt.

Ihr Warten wird jedoch belohnt, aber diese Hilfe hat sie sich nun echt nicht herbeigesehnt. Ihr Verflossener kommt mit dem Auto vorbei und bietet Pannenhilfe an. Obwohl sie auch nach Jahren der Trennung nicht gut auf ihn zu sprechen ist, nimmt sie erst einmal seine Hilfe an. Nick, der Helfer und Retter in der Not setzt jedoch auf schneeglatter Fahrbahn das Auto vor einen Baum. Er hat zwar nun ein Handy, aber in der Pampa ist das mit dem Empfang so eine Sache.

Zum Glück kommt Bruder Momo ebenfalls mit seinem Auto vorbei, wie es der Zufall eben will. Und auch er baut einen Unfall.

Das ist ja eine durchschlagende und schmerzende Konfrontation mit ihrer Vergangenheit. Doch egal wie sehr es auch wehtut und wie gern Hannah alles verdrängen würde. Ihr Herz ist mit der Vergangenheit noch lange nicht fertig und schreit nun nach einer Entscheidung. Hannah kann nicht fliehen und muss einsehen, vor Gefühlen davonlaufen bringt gar nichts, auch nach Jahren verfolgt es einen noch.

Layout

Das Cover ist schlicht, aber elegant und wirkungsvoll. So stelle ich mir Winterzauber vor. Graublau gestaltet mit Ornamenten und Ranken, die in die Mitte des Covers zu wachsen scheinen. Fasst wie Eisblumen an einem Fenster, wenn die Dämmerung im Winter einsetzt. Passend dazu wurde die Schrift für den Titel gewählt, so dass das Layout des Covers stimmig ist.
Romantisch, jedoch leise flüsternd wispert es Winterzauber.

Der Text ist klar strukturiert, so dass auch die beiden Erzählstränge und Perspektiven der Geschichte von Momo und Hannah klar zu erkennen sind. Sequenzen, die in der Vergangenheit spielen sind zusätzlich noch einmal kursiv gekennzeichnet und heben sich von der Gegenwart ab.

Fazit

ACHTUNG SPOILER

Andrea Bielfeldt hat hier so etwas wie einen Quickie geschrieben. Eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu sich selbst und immer wieder die Frage, was wiegt im Leben mehr: Herz oder Kopf?

Ohne viele Umschweife taucht sie direkt in die Geschichte ein. Hannah und Momo, die zwei Hauptprotagonisten, erzählen mir ihre Geschichte selbst. Ich bekomme sowohl die Vergangenheit in kleinen Häppchen, als auch die gegenwärtigen Ereignisse aus beiden Perspektiven geschildert.

Aber die Dosis macht es eben. Und die ist stimmig. Ich bekomme immer so viele Brocken hingeworfen, das die Geschichte zügig erzählt wird, aber ich nur so viel, dass es spannend bleibt.

Momo und Hannah sind sehr authentisch ausgearbeitete Charaktere und ich kann mich gut in beide hineinversetzen. Vor allem Hannah ist eine Königin des Chaos und schumnmelt sich gleich mal in mein Herz. Ich kann lachen und weinen.

Manchmal hatte ich das Bedürfnis Hannah anzubrüllen. Jetzt hör doch mal auf dein Herz Kind, und nimm ihn dir. Ich bin mir sicher, das war das Anliegen der Autorin. Ich als Leser weiß, was Hannahs Herz eigentlich will, nur Hannah hat da noch leicht ein Brett vor ihrem Kopf.

Das war auch der einzige Wehrmutstropfen. Ich ahnte schnell, wohin die Reise mit Hannah gehen wird. Das mag daran liegen, dass besagter Herzensmensch eben einen eigenen Erzählpart bekommt.

Trotzdem wollte ich jedoch wissen, was es alles braucht, das Hannah endlich auf ihr Herz hört. Ich meine, es hätte ja auch durchaus kein Happy End geben können. Das mit den Unfällen kennen wir ja schon.

Für eine Zwischendurch-Geschichte um große Gefühle, die leise Musik und für durchschaubare Herzensangelegenheiten vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Abenteuer | Historie | Liebesroman

„Das Geheimnis des Komponisten“ von Bettina Kiraly

von am Januar 13, 2015

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Verlag: BOD
Seitenzahl: 202
ISBN: 3735793614
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Professor Christian Obermann versucht schon lange zu beweisen, dass die Marseillaise, die Nationalhymne Frankreichs, nicht von Claude Joseph Rouget de Lisle komponiert wurde, sondern das der Ruppersthaler Komponist Ignaz Pleyel dieses Werk geschaffen hat.

Nun scheint Obermann endlich einer heißen Spur auf der Fährte zu sein. Ein Originalteil der Komposition mit Pleyels Handschrift darauf taucht auf und Obermann soll für einen geheimnisvollen Unbekannten ein Gutachten schreiben. Seiner Tochter kommt dieses allerdings nicht sehr geheuer vor. Und als dann auch noch ihr Vater verschwindet und auch sie selbst in Gefahr zu sein scheint, weiß sie, da muss mehr dahinter stecken, als nur das komponierte Stück. Wem kann sie noch trauen und was will dieser doch sehr gutaussehende Privatdetektiv von ihr, der einfach so auf der Bildfläche erscheint?

Für Sara beginnt ein Abenteuer, in dem sie nicht nur Wahrheiten der Musik findet, sondern auch menschlich findet sich vieles wieder, was längst verloren schien.

Layout

Ein Zimmer, ein Flügel, gemütliche Atmosphäre und eine geschwungene Schrift im Titel lockt dazu, den Klappentext zu lesen. Ich schaue mir das Buch an, und es weckt unzählige Emotionen in mir. Ich höre fast die Klaviermusik, die man mit diesem schönen Instrument erzeugen kann.

Stimmungsvoll geling es dem Layout des Covers, mich neugierig zu machen. Was könnte dieses Buch beinhalten. Gut gelungen und für mich als visuelle Leserin, die sich von schönen Covern locken lässt, genau richtig.

Fazit

Ich bekomme hier einen Abenteuer Roman, mit geschichtlichen Fakten. Und das ist Bettina Kiraly in jedem Fall gelungen.

Spannend erfahre ich die Geschichte um die Marseillaise.

Ich folge dem Professor und seiner Tochter Sara gern. Ich bekomm hier nicht nur ein spannendes Abenteuer und ein Geheimnis, was ich auch gerne lösen will, sondern so ganz nebenbei und ganz selbstverständlich ist es eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte und ein Buch um Musik zu lesen.

Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll und wie genau es der Autorin gelungen ist. Aber ich war komplett in der Geschichte, habe mit Saras Augen gesehen und mit den Augen des Professors.
Durch den Wechsel der Handlungsstränge erfahre ich viele Details und auch die Emotionen der Hauptprotagonisten erreichen mich. Es bewegt mich, was Vater und Tochter miteinander erlebt haben und wie sie jetzt zueinander stehen. Distanziert, jedoch immer mit dem Wunsch über den eigenen Schatten zu springen.

Zügig treibt Bettina Kiraly die Handlung voran, die Sprache ist flüssig, und ich weiß, es klingt dumm, aber sie ist auch voller Musik. Damit meine ich jetzt nicht, die Liedtexte im Buch, sondern diese Texte klangen. Ich hatte immer Musik im Ohr.

Lebendig gewordenen Geschichte, lebendig gewordene Musik und eine Liebesgeschichte. Ich musste schmunzeln, summen und Fingernägelkauen.

Und die Geschichte war nicht zu Ende, nachdem ich das Buch beendet hatte. Ich hatte das Bedürfnis selbst noch einmal Pleyel, Ruppersthal und die Hintergründe der Marseillais zu recherchieren.

Das war ein Buch nach meinem Geschmack. Ich könnte mir gut das Ganze in einem ZDF Fernsehfilm vorstellen. Das wäre eine Überlegung wert.

Ich danke für diesen Lesegenuss und gebe ganz klar 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Humor | Liebesroman

„Dating ist kein Zuckerschlecken“ von Fairy Gold

von am September 28, 2014

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Verlag: VA Verlag Aretz
Seitenzahl: 240 Seiten
ISBN: 3944824466
Format: eBook, Taschenbuch

 

Ich habe das eBook gelesen.

 

Handlung

Sie sind drei Freundinnen. Kathrin, Melanie und Sabine. Jede Woche treffen sie sich zum gemeinsamen Kochen und sich auch gegenseitig ihr Leid und Freud mitzuteilen, was das Singledasein halt so mit sich bringt. Irgendwann kommt das Thema Online-Dating zur Sprache. Ist das noch was für Frauen in ihrem Alter? Kann man mit Mitte dreißig solche Plattformen noch nutzen? Da ist guter Rat teuer und es hilft nur eins: Die Plattformen müssen getestet werden. Und so natürlich auch die Männer, die man ja unter Umständen auch daten könnte. Irgendwo wird doch der perfekte Mann schon sein.

 

Layout

Das Cover ist so einfach wie genial. Oben der Titel des Buchs, anstatt eines normalen „a“s gibt es ein @ in Dating und unten drunter einfach ein Lutscher in Herzform. Alles auf weinroten Grund und fertig ist das Layout. Mir gefällt es sehr gut, hat es doch alles, was der Titel und die Story hergibt. Manchmal ist weniger einfach mehr.

 

Fazit

Einfach gehaltene, schnelle Story, die mich durch einen tollen Sommertag begleitet hat. Durch den flüssigen Erzählstil und einfachen Alltagswahnsinn ist die Story doch sehr bodenständig und ich hatte das Gefühl, auch mir hätte das eine oder andere passieren können.
Ich kann jedem das Buch nur ans Herz legen, der einfach mal von einem stressigen Tag in der Wanne oder bei eine Glas Wein abschalten möchte. Das ist einfache Frauenlektüre, die man einfach zum Abschalten braucht. Liebe und Humor, was braucht Frau mehr für einen perfekten Leseabend? Da bekommt man fast selbst mal Lust den Wahnsinn auf Dating-Plattformen zu testen.

Sehr gut und für diese schönen, sorgenfreien Stunden vergebe ich dankbare fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Liebesroman | Romantik

„Unter halbblauem Himmel“ von Michelle Schrenk

von am August 31, 2014

Information

 

Verlag: Create Spaceunter halbblauem himmel

ISBN: 3942790076

Seiten: 342

Format: Taschenbuch, eBook

 

Ich habe das eBook gelesen.

 

Handlung

Auf einem Konzert trifft Lena auf ihren Kindheits- und Jugendfreund Robin. Es ist, als hätten sie sich nie aus den Augen verloren und die alten Gefühle keimen wieder auf. Doch in den Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, ist einiges passiert und vor allem Robin hat sich zu eine verantwortungsvollem Menschen verändert, für den Träume und Wünsche nur noch zweitrangig sind. Aber dieses Treffen und die Gefühle, die Lena und Robin auf Anhieb wieder empfinden, lassen sie beide ihr bisheriges Leben in Frage stellen. Ist es für eine gemeinsame Liebe vielleicht doch noch nicht zu spät? Erst eine schwere Krankheit und ein Schicksalsschlag öffnet beiden die Augen. Für Veränderungen und das Leben von Träumen ist es nie zu spät.

Layout

Unter blauem Himmel und dem in geschwungenen Buchstaben geschriebenen Titel stehen ein Mann und eine Frau. Man kann nur ihre Silhouetten erkennen. Sie halten sich an der Hand, die Frau hat eine Gitarre in der Hand. Gemeinsam schauen sie auf eine Stadt im Hintergrund.

Stimmig, sehnsüchtig und romantisch wirkt dieses Cover auf mich. Ich schaue mir das Layout sehr gerne an. Gelungen und macht sogleich Lust auf mehr.

 

Fazit

Liebe, Freundschaft, Träume und Wünsche. Und das Gefühl, die Geschichte möchte ich gerne in bewegten Bildern sehen. Einen Soundtrack gibt es ja schon.

Mir hat die Geschichte großartig gefallen. Manchmal machen es doch die leisen Töne im Leben, die herrlich berührende Geschichten erzählen. Michelle Schrenk lässt ihre Hauptprotagonisten Lena und auch Robin erzählen und so wird die Liebesgeschichte und alle Zweifel, Ängste, aber auch Wünsche und Träume, für mich greifbar. Die Protagonisten lassen mich an ihrem Leben teilhaben und ich darf mit ihnen um ihr Glück bangen.

Dabei begleitet mich der Soundtrack von Gabriel Strack, der der Geschichte soviel Realität gibt, dass es alles genauso passiert sein muss.

Idee, Umsetzung, Handlung und Nebenprodukte sind stimmig und bereiteten mir ein tolles Lesevergnügen. Und es zeigt mir, dass ich Recht habe. Zum Träumen ist es nie zu spät, denn mit dem nötigen Mut geht alles. Wie heißt es so schön bei den Höhnern?

„Wenn sich ein Stern manchmal hinterm Mond versteckt
ist er nur kurz mal nicht zu sehen – und niemals weg
so kommen Träume auch immer wieder
wie die längst vergessenen Lieder
und es sind geheime Träume von großen Glück“

(„Mein Traum“)

Ich kann gar nicht anders, denn mein Himmel ist nun wirklich blau und ich weiß, es wird so bleiben. Ich lege allen dieses berührende Buch ans Herz. Es ist Balsam für die Seele. Fünf Eselsöhrchen und Danke für das Bestärken einer Lebenseinstellung.

 

 

 

 

Meine Bewertung:

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