Abenteuer | Bücher | Fantasy | Humor | Jugendbuch | Romantik

„Schattendasein – Der erste Teil der Schattenwächter Saga“ von Sandra Grauer

von am Februar 9, 2015

Information

Verlag: Sandra Grauer
Seitenzahl: 360
ISBN: 978-3-0004-4140-0
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook!

Handlung

Wenn man es nicht besser wüsste, würde man Emmalyn Blum für eine typische, 17-jährige Abituranwärterin halten, deren Leben sich um Probleme wie Klausuren und Jungs drehen. Den perfekten Jungen an ihrer Seite hat sie bereits: Tim, ein guter Kumpel ihres Bruders Mark.

Im Abiturstress lässt sie sich von ihrer besten Freundin Hannah zu einem Referat über Satanismus überreden. Das tut Hannah nicht ganz uneigennützig, möchte sie sich doch an Gabriel Lennert ranmachen, der bereits ein solches Referat gehalten hat, und auch sonst den Ruf eines Teufelsanbeters hat.

Doch die Sache gerät aus dem Ruder, als Emmalyn eines Abends auf dem Nachhauseweg auf den bis an die Zähne mit Schwertern bewaffneten Gabriel und dessen Bruder Joschua trifft und in einen Kampf hineingezogen wird, dem sie glücklicherweise aber mit einem Schock entkommt. Sie muss Gabriel versprechen, niemandem von diesem Vorfall zu erzählen.

Aber sie kann diese Begegnung nicht vergessen und stellt Nachforschungen an, die sie schließlich zu Gabriels Elternhaus, einem vornehm anmutenden Schlosshotel, führen. Nachdem sie ein Gespräch belauscht hat,  sieht sich Noah, Gabriels und Joschuas Vater gezwungen, sie in das Geheimnis seiner Familie und den „Custodes Umbrarum“, einem Geheimbund, einzuweihen.  Als wäre die Wahrheit noch nicht schlimm genug, stellt er sie vor die Wahl, sich dem Kampf gegen die geheimnisvollen Schatten anzuschließen. Noch begreift Emmalyn nicht, was dieser Schritt bedeutet. Nicht nur für sie, sondern für alle Menschen um sie herum.

Layout

Das Cover ist in lachsrosa und lindgrün gehalten. Auf der rechten Hälfte sieht man das Gesicht eines jungen Mädchens, das vermutlich Emmalyn darstellen soll. In der Mitte sieht man die Silhouette einer Kämpferin, die mit einem Schwert zum Schlag ausholt. Oben links sieht man Teile einer Stadtsilhouette (Heidelberg, der Handlungsort des Buchs?), der Rest des Covers ist von schwarzen Baumzweigen bedeckt. In der Mitte steht in verschnörkelter Schrift der Name des Buchs, rechts darüber in grün der Name der Buchreihe, unten links in schwarzen Lettern mit weißem, halbtransparenten Rahmen der Name der Autorin.

Auf dem Cover ist alles wesentliche zu sehen, was man für den Anfang zum Lesen der Geschichte benötigt. Trotzdem verrät es nicht zu viel, was den Anreiz, dieses Buch endlich zu lesen, noch verstärkt.

Fazit

Leute, dreht eure Lautsprecher auf 11 und legt „No more Sorrow“ von Linkin Park auf (ein Lied, dass in dem Buch übrigens eine tragende Rolle spielt). So könnt ihr euch am besten auf die Geschichte einstimmen, die so spannend ist, dass ich Mühe hatte, mich loszureißen (Einen Euro ins Phrasenschwein).

Nicht zuletzt aus eigenem Interesse als Autor habe ich mich an dieses Buch herangetraut und bis jetzt (und ich bin schon wesentlich weiter als nur Seite 101) keine einzige Zeile bereut. Sandra Grauer schafft es, den Leser vollends in den Bann zu ziehen. Spannend kombiniert sie reale Schauplätze mit phantastischen Elementen, und schafft eine Atmosphäre, die – besonders für Leser aus Heidelberg – bedrohlich und faszinierend zugleich wirkt. Ich jedenfalls habe mich heute morgen auf dem Weg zum Bus immer wieder nach Schatten umgesehen, und dass mein Klingelton ausgerechnet auch noch „In The Shadows“ von The Rasmus ist, ist absolut kein Vorteil!

Besonders gefällt mir die Chemie zwischen Emmalyn und Gabriel. Zwar hat Sandra Grauer hier mal wieder ein wenig in die Klischeekiste gegriffen (Zuerst ist Gabriel nicht von Emmalyn begeistert, aber es entwickelt sich doch eine Freundschaft),  aber sowas merkt man sicherlich erst, wenn man zig dutzend Bücher gelesen hat.

Die Kampfsequenzen, die in der Story vorkommen sind gut beschrieben und versetzen mich als Leser mitten ins Geschehen. Die Trainingssequenzen sind wiederum nicht zu  ausschweifend und auf das nötigste beschränkt, sodass man zwar wichtige Hintergrundinfos bekommt, aber trotzdem nicht gelangweilt wird.

Auch auf der Gefühlsebene wirbelt Sandra Grauer mächtig Staub auf. Es gab zig Szenen, in denen ich immer wieder den Kopf geschüttelt habe und gedacht habe: „Nein…oh nein, nein, nein, uh-uh, nope, bitte nicht!“, obwohl ich genau wusste, dass meine Befürchtungen sich bewahrheiten würden. Ein Geheimnis zu bewahren ist halt nicht leicht. Achja, auch mein Zwerchfell bekam ordentlich zu tun. So muss das sein!

Ich möchte auf jeden Fall auch die weiteren Bände der Reihe lesen, und Emmalyn und Gabriel weiter begleiten. Auf jeden Fall führe ich ab sofort immer Haarspray und ein Feuerzeug bei mir. Man kann ja nie wissen, was einem so in einer dunklen Gasse begegnet. Wer wissen will, was ich damit meine, sollte sich das Buch kaufen. Von mir gibt es hierfür nämlich 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Drama | Fantasy | Jugendbuch

„Die Hüter des Siebensterns – Zero“ von Yvonne van Acht

von am Dezember 17, 2014

DHdS1Information

Verlag: Ammianus
Seitenzahl: 560 Seiten
ISBN: 3945025028
Format: Taschenbucht, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch. Es ist das erste Buch einer dreibändigen Reihe.

Handlung

Als Jonas 16 wird, erbt er laut Testament seiner verstorbenen Mutter ihr Tagebuch und noch weitere Aufzeichnungen, die sie zu ihren Lebzeiten getätigt hat. Das verändert Jonas komplettes Leben. Ein ganzer Schrank auf dem Dachboden ist voll mit geheimnisvollen Texten und immer wieder taucht der Siebenstern mit merkwürdigen Zeichen auf. Jonas weiß nicht, was das alles bedeuten soll. Und der Satz, der besagt, er müsse durch sich selbst hindurchgehen um zu verstehen wer er wirklich ist, wirft ihn in ein Meer von Tausend Fragen, dessen Antworten er sich erschließen will. Sein Vater jedoch ist aus nicht erklärlichen Gründen dagegen, nur seine beste Freundin Natalie, in die er sich verliebt hat, steht in dieser schwierigen Zeit zu ihm. Für Jonas beginnt eine Reise, auf der er sich selbst, den Schatten und dem Licht stellen muss. Denn er ist was ganz Besonderes und hat eine ganz besondere Aufgabe, die er Schritt für Schritt meistern muss.

Layout

Auf dem Cover gibt es wirklich viel zu entdecken. Man erkennt einen Teil des Siebensterns. Ein Mann ist von hinten zu sehen, er hat Flügel auf seinem Rücken, sein Blick ist zur roten Sonne gerichtet, die man am Horizont erkennt. Am rechten Coverrand ist ein Rabe zu sehen.

Der Siebenstern wiederholt sich mit seiner kompletten Symbolik auch noch einmal auf den ersten Seiten des Buchs, so dass man ihn sich genauer betrachten kann und auch während des Lesens immer wieder innehält um das zu sehen und zu empfinden, was Jonas erlebt.

Ich mag das ganze Layout sehr. Alles, was in das Cover eingefügt wird, greift das Buch auf. Es ist mystisch und lädt ein, sich dem Mann mit dem Flügeln anzuschließen, um die Sonne zu erreichen. Das einem das Auge im Siebenstern anschaut ist unheimlich und beruhigend zugleich.

Fazit

Schon lange habe ich nicht mehr so eine komplexe und gut durchdachte Story gelesen. Sie lässt sich nicht wirklich in eine Schublade packen. Sie ist mystisch, philosophisch, magisch, fantastisch, hat was von einem Jugend-Abenteuer-Buch, es geht ums Erwachsenwerden, die erste Liebe und sich immer wieder hinterfragen.

Ich muss gestehen, ich brauchte ein wenig, um mit Jonas warm zu werden. Ich lerne ihn kennen als neugierigen Teenager, der, wie viele andere in seinem Alter, nicht gut mit seinem Vater auskommt, weil er seinen eigenen Weg gehen will. Er ist aufmüpfig, ich erlebe ihn jähzornig, aber auch entschlossen und teilweise in sich gekehrt. Eine ganz normale Gefühlswelt eben, wenn du kurz vor dem Erwachsenwerden bist.

Und dann kommen da diese ganzen Fragen auf, die viel mit Philosophie und Selbstfindung zu tun haben. Ich finde die Thematik spannend und auch, dass Jonas diese Heldenreise in dieser Form erlebt. Doch an einigen Stellen stolperte ich immer wieder über Ausdrücke, die ich irgendwie sehr altbackend und holprig, gerade für einen Teenager fand. Ich möchte natürlich gerne ein Beispiel geben. Schaurig war so ein Wort, welches selbst ich als Erwachsene noch nie verwendet habe.

Aber wenn man sich auf diese Art des Schreibens der Autorin eingelassen hat, dann funktioniert diese Geschichte super. Ich bin gefesselt und lese gebannt, was Jonas erlebt und wie er sich Schritt für Schritt sich selbst nähert. Vor allem das letzte Drittel des Buches habe ich verschlungen.

Rasant und zügig treibt Yvonne van Acht die Handlung voran, die Spirale dreht sich immer schneller und man wird mitgerissen. Bis zum Schluss. Und dann einfach Ende. Der Strudel spuckt mich aus. Mit vielen Fragen im Kopf und  ich will nur wissen, wann kommt Teil zwei.

Ich finde das Buch, trotz dieser für mich persönlichen Schwäche, dass es an einigen Stellen holprig wirkt und mich ab und zu eher an ein Sachbuch der Philosophie erinnert, sehr stark und vergebe begeisterte 4 Eseslsöhrchen, weil ich denke, das da im 2. Band noch Luft nach oben ist. Der Schluss war schon sehr vielversprechend. Danke für diese Reise und die Chance, auch mich selbst besser kennenzulernen. Ich will jeden Tag als Chance sehen.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch

„Wolfsmelodie – Die Legende um Rajou“ von Lisa Dröttboom

von am Dezember 2, 2014

Frontcover_Rajou_WolfsmelodieInformation

Verlag: Verlag 3.0
Seitenzahl: 224 Seiten
ISBN: 978-3-95667-122-7
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

 

Handlung

Tief in der Tundra Sibiriens lebt die Legende von Dämonen in Wolfsgestalt, die das Dorf Turman angreifen und Menschen entführen und töten. Seit Jahrtausenden terrorisieren sie die Bewohner. Rajou ist einer von ihnen. Er ist ein Wandler, das, was normale Menschen gemeinhin als Werwolf bezeichnen würden.

Aber nicht sie sind die Dämonen, sondern die Dunklen, die Verdorbenen, vor denen sie und sein Clan der Wandler die Bewohner der Dörfer beschützen. Dabei muss ihre Identität und ihre wahre Gestalt gewahrt bleiben.

Doch als Rajou das Menschenmädchen Kala rettet, gerät dieses Gesetz ins wanken. Denn sie gräbt sich immer tiefer in sein Herz und immer weiter in seine Welt. Als sie auf Rajous Gefährten und Konkurrenten Ruuqo trifft, erfährt sie die Wahrheit über Rajou und den Kampf zwischen den Unmenschen und den Verdorbenen. Und Rajou muss sich entscheiden, ob er Kala dieser Gefahr aussetzen möchte.

 

Layout

Auf dem Cover ist ein dichter Wald im Mondschein abgebildet, durch den ein schwarzer Wolf mit leuchtenden Augen streift. Statt Pfoten- hinterlässt er menschliche Fußspuren. In großen, gelben Lettern steht dort „Rajou“, der Rest des Titels ist in dünnen, weißen Buchstaben gedruckt, ebenso der Name der Autorin. Ganz unten ist das Logo des Verlags zu erkennen. Das Cover erfasst die Grundlagen des Romans und macht Neugier auf die Geschichte.

 

Fazit

Als ich die Geschichte zum ersten Mal in die Hand nahm, musste ich an ein Buch von Wolfgang Hohlbein mit ähnlicher Story denken. Aber die Umsetzung ist gut gelungen. Die Geschichte legt ein hohes Tempo vor, dass bis zur Seite 101 nicht abriss. Lisa Dröttboom schafft es, mit ihrem Erstlingswerk ein beeindruckendes Universum zu erschaffen.
Leider liegt auch hier die größte und einzige Schwäche. Dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, merkt man dem Buch leider an. Einige Sätze sind umständlich formuliert, und erreichen nicht die Finesse eines angestammten Autors. Das lässt den Lesefluss manchmal stocken und es wirkt sehr holprig. Auch Hintergründe sind teilweise wünschenswert, manchmal rennt die Autorin einfach zu schnell und hängt mich als Leserin ab. Aber vielleicht kommt das ja noch in den Bänden 2 bis 5.

Das tut aber der Atmosphäre und der Story nichts, so dass ich trotz kleinerer Schwächen ein großes Lesevergnügen geboten bekomme.

Aber kann man einer Autorin wirklich „Unerfahrenheit“ vorwerfen? Nein. Hier hilft nur: Üben, Üben, Üben. Wenn der zweite Band der Pentalogie den Stil fortsetzt, gibt es sicherlich mehr Punkte.

So gebe ich für eine tolle Grundidee, spannende Lesestunden, mit einem Text, der auf jeden Fall noch ausbaufähig ist 4 von 5 Eseslöhrchen und freue mich sehr auf den weiteren schriftstellerischen Weg der Autorin!

 

Meine Bewertung:

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Jugendbuch

„Killing Butterflies“ von M. Anjelais

von am November 7, 2014

Info9783551520715rmation

Verlag: Chicken House
Seitenzahl: 366 Seiten
ISBN: 978-3-551-52071-5
Format: eBook, gebundene Ausgabe

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe.

Handlung

Schon bevor Sphinx und Cadence das Licht der Welt erblicken, malen sich die Mütter eine rosige Zukunft für ihre Kinder aus. Und es kommt, wie sie sich es vorgestellt haben. Sphinx und Cadence werden geboren und wachsen fast wie Geschwister auf. Doch schon früh wird klar, irgendwas ist anders und beängstigend an Cadence. Er tötet als Fünfjähriger ist einen Schmetterling. Ohne mit der Wimper zu Zucken. Die Befürchtungen von Sphinxs Vater, Cadence sei nicht normal, schlagen die Mütter in den Wind. Doch dann passiert das mit dem Messer. Sphinx wird für ihr Leben durch einen Messerschnitt im Gesicht.von Cadence gezeichnet. Und vorerst trennen sich ihre Wege. Bis ein Anruf aus England kommt.

Layout

Auf einem weißen Hintergrund ist ein blauer Schmetterling zu sehen. Wie ein Bild, das gefaltet wurde in der Mitte, mit Plakafarbe zufällig entstanden. Jeweils links und rechts ist in den Flügeln das Gesicht einer Frau und eines Mannes von der Seite abgebildet. Der in lila geschriebene Titel ist prominent über dem Schmetterling zu sehen. Der Name der Autorin ist in kleineren, geschwungenen blauen Buchstaben am unteren rechten Flügel zu lesen.

Das Buch kommt mit einem blauen Lesebändchen daher.

Die Kapitelüberschriften gleichen der Schrift des Covers.

Schöne Aufmachung des Buches, es macht Spaß, es in die Hand zu nehmen.

Fazit

Das Buch macht das, was angepriesen wird von Chicken House. Es verstört.

Die Geschichte von Sphinx und Cadence berührt mich. Und ich kann nicht mal sagen warum. Ich fand es nicht sonderlich ereignisreich und die erwartete klassische Liebesgeschichte mit Happy End blieb aus. Jedoch lerne ich mit Sphinx und Cadence zwei so unterschiedliche Teenager kennen, die mich, warum auch immer, faszinieren. Ihr miteinander, was so zerstörerisch wie liebevoll ist, gräbt sich tief in mein Gehirn

Sphinx erzählt mir ihre Geschichte. Ihre Gefühle und ihre Beobachtungen prägen das gesamte Buch. Sie hat Angst vor Cadence, aber im gleichen Maße, steht sie in seinem Bann. Sie weiß, mit ihm stimmt was nicht. Er tut ihr nicht gut. Aber sie liebt ihn auf eine Art und Weise, die sie nicht los lässt. Sie weiß, sie will bis zum Schluss bei ihm sein, aber auch keinen Schritt weiter.

Ich empfinde Sphinx als sehr stark. Ich begleite sie in diesem Buch vom Kind sein zum Erwachsen werden. Immer tat sie das, was ihre Eltern für richtig erachtet haben. Doch sie bricht aus und fällt ihre eigene Entscheidungen. Dann will Cadence sie manipulieren. Aber trotz der Angst bleibt sie stark.

Dieses Buch ist mit nichts zu vergleichen und es ist sicher auch keine leichte Kost. Die leisen Zwischentönte und die vielen Gedankenfetzen, die man erst nach der Geschichte so im Kopf hat, machen die Story richtig gut. Soviel Interpretationspotential steckt da drin. Wer hat wen manipuliert, wer lenkt wen in welche Richtung. Warum handeln sie, wie sie handeln, was wäre gewesen wenn.

Das Kopfkino ist auch nach der letzten Seite nicht bei mir ausgegangen und ich denke immer noch schwermütig über diese Geschichte nach. Dieses Buch bleibt mir auf jeden Fall immer im Gedächtnis. Und wenn ein Buch sowas schafft, in mir noch wochenlang nachhallt und ich die verschiedenen Aspekte beleuchten muss, dann ist mir das 5 Eselsöhrchen wert.

Hut ab und Danke für ungewöhnliche, beklemmende und verwirrende Lesestunden, die mich noch weiter beschäftigen werden.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch | Romantik

„Lovisa –Im Zeichen des Feuers“ von Marita Sydow Hamann

von am August 4, 2014

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Information

Verlag: Create Space
ISBN: 978-3-736825734
Seiten: 254
Format: Taschenbuch, eBook

 

Handlung

Lovisas komplettes bisheriges Leben hat sich auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter ist vor ihren Augen in den Tod gesprungen, Erik, der Mann, den sie liebt, ist wieder zurück in seine Dimension gewechselt und dann diese ganzen Visionen, die sie von vergangenen Zeiten hat, aber auch von der Zukunft. Und trotz des Versprechens von Erik, wieder zu ihr zurückzukehren, folgt Lovisa dem Drang und wechselt ebenfalls in Eriks Dimension. Dies ist jedoch auch die Dimension, aus der ihre Mutter Ulrika stammte, aus der sie geflüchtet ist und in der Lovisa als Prinzessin und Enkeltochter des Königs von Schweden zurückkehrt.

Es kommt, wie es kommen muss. Lovisa landet nicht bei Erik, sondern im Königsschloss. Dort wird sie nicht nur freudig erwartet und aufgenommen. Sie muss auch die Etikette erfüllen und ihren Pflichten als Prinzessin nachkommen. Aber das ist alles nebensächlich, als sich ihre wahre Identität herausstellt und sie sich das erste Mal verwandelt…
Nun ist sogar ihr Leben in Gefahr.

 

Layout

Im Vordergrund ist wieder das gezeichnete Mädchen zu sehen. Die Ähnlichkeit der Zeichnungen sowie Gestaltung und Aufbau zu Band eins geben das Bild einer Buchreihe und man weiß als Leser, diese beiden Bücher gehören zusammen. Nur die Farbpalette hat sich geändert, und so ist passend zum Feuer alles in gelb, orange und rot gehalten.

Das Layout im Buch ist übersichtlich gegliedert und in einzelne Kapitel unterteilt. Um die verschiedenen Abschnitte noch mehr zu gliedern, ist das Symbol das brennenden Dolches zwischen die Kapitel gesetzt worden.

Alles wirkt gut durchdacht und macht mir als Leser Spaß, denn es gehört alles zusammen. Die Geschichte wird im gesamten Layout aufgegriffen und man kann sich ein rundes Bild machen.

 

Fazit

Nach Band eins, der mich wirklich vom Hocker gehauen hatte, war ich auf den Folgeband richtig gespannt. Wie würde es Lovisa in der anderen Dimension ergehen?

Und ich wurde nicht enttäuscht.

Lovisa erzählt ihre Geschichte selbst, ab und zu kommt ein allwissender Erzähler dazu und ich erfahre auch, wie es Erik zur gleichen Zeit ergeht.
Schon zu Anfang wurde ich gefangengenommen von Lovisas Erzählung und sie konnte mich mitnehmen auf eine fantastische Reise. Ich treffe auf alte Freunde, erschließe mir mit Lovisa neue Freunde und durchlebe so manches Leid mit ihr.

Stets und durchgehend spannend weiß Marita Sydow Hamann die Geschichte aufzubauen und bringt so manches Geheimnis um Lovisa ans Licht, mit dem ich nicht gerechnet habe. Das brachte zusätzliche Spannung in die Geschichte. Alles wurde zum Finale in ein abgerundetes passendes Bild gebracht mit dem ich als Leser zum Ende vorerst zufrieden bin, obwohl ich weiß, ja, es geht auf jeden Fall weiter.

Am schönsten fand ich die Idee, dass Ulrika, obwohl sie tot ist, immer noch mit ihrer Tochter kommunizieren kann und die beiden miteinander verbunden sind. So steht sie Lovisa immer mit Rat zur Seite.

Ich mag Lovisa und Erik und die Entwicklung die beide durchmachen. Irgendwie sind die zwei ja süß miteinander.

Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, denn sonst laufe ich Gefahr, noch mehr zu spoilern, als ich das bisher getan habe.

 

Ich bin restlos begeistert und hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

Von mir 5 Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie | Jugendbuch

„Zeitenzauber – Die magische Gondel“ von Eva Völler

von am Juli 19, 2014

Kurzinformation

Verlag : Baumhaus Verlag

ISBN: 9783833900266

Seitenzahl: 336

Format: Buch, eBook, Hörbuch

 

Ich habe das Buch mit Softcover gelesen.

 

Handlung

Die 17 jährige Anne verbringt gemeinsam mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig. Wirklich begeistert ist sie nicht. Zum Glück lernt sie Matthias und seine Familie kennen. Gemeinsam besuchen die beiden Familien eine historische Gondelparade. Eine Gondel zieht Anna in ihren Bann, denn sie sieht anders aus. Diese Gondel ist rot, obwohl alle anderen schwarz sind. Im Gedränge wird Anna ins Wasser geschubst und der Gondelführer zieht sie in das Boot. Als sie wieder auf den Bootssteg gehen will, macht sie sich vor allem Sorgen um ihren iPod. Das ist jedoch das kleinste Problem, denn ihr wird schwindelig und komisch. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich zwar immer noch in Venedig, jedoch in der Vergangenheit 1499.

 

Layout

Auf einem blauen Hintergrund prangt ein großer Vollmond in der Mitte des Covers. In einer roten Gondel steht ein Mädchen in einem weißen, prunkvollen Kleid, in der Hand hält sie eine Laterne.

Der Titel ist in großen, roten Buchstaben mitten in den Mond geschrieben. Die Schrift ist ein wenig erhaben, wenn man über die Buchstaben streicht. Über der Biegung des Vollmonds steht der Name der Autorin in heller, gelber Schrift. Kleine Sterne, angedeutetes Wasser und im Hintergrund eine Silhouette einer Stadt runden das Cover ab.

Auf mich wirkt das Layout stimmig und ansprechend. Es macht neugierig und der Bick bleibt auf jeden Fall ein paar Sekunden auf dem Einband hängen.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die Schriftgröße ist ausreichend und gut zu lesen.

 

Fazit

Ein kleines Bonbon für zwischendurch, so habe ich dieses ich empfunden.

Die Idee einer Zeitreise ist sicher nicht neu. Nach Rubinrot war ich eigentlich mit dem Thema auch erst einmal durch. Dank meiner Schwester habe ich das Buch jedoch lesen können. Und es war gut.

Charme, Witz und Spannung verzaubern mich in diesem Buch. Ich bin mit der Hauptprotagonisten Anna gerne ins Jahr 1499 gereist. Ich fand die Idee total gut, dass Anna zwar weiß, dass sie aus der Zukunft kommt, jedoch andere es nicht erfahren können, weil sie es einfach nicht sagen kann. So schützt die Zeit sich selbst. Einen iPod gibt es nicht, also kann sie dieses Wort zwar denken, sich vornehmen es zu sagen, aber es kommt was anderes heraus. Toilette, Fehlanzeige. Abtritt heißt es.

Anna erzählt mir ihre Geschichte selber. Und ich spüre, wie sie von einem doch eher aufmüpfigen Teenie zur jungen Erwachsenen wird. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt und gelacht.

Und ich habe einiges an geschichtlichem Hintergrundwissen ganz nebenbei erhalten,

Ich habe es gern gelesen, auch wenn es mich nicht umgehauen hat. Und da es spannend aufgehört hat und ich wissen will, wie es mit Anna und ihrer Liebe, die sie in der Vergangenheit kennenlernt, weitergeht, bin ich froh, dass hier schon Band 2 liegt.

Aber ich denke, da geht noch mehr und da ich Luft nach oben haben will vergebe ich gutgelaunte und erwartungsvolle 3 Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch

„Piratenland – Fünf gegen Bierbart“ von Nicholas Vega

von am Juli 10, 2014

Kurzinformationen zum Buch

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 561 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 314 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00LNJN03Q

 

Handlung

Als John zwölf wird, wird sein größter Wunsch wahr. Er darf als Piratenazubi auf dem Schiff seinen Vaters Käpt´n Bierbart anheuern. Doch das Leben und die Aufgaben eines Piraten auf der „Quietsch Vorwärts“ sind so ganz anders, als John sich das gedacht hat. Die Crew von seinem Vater ist ein chaotischer Haufen und John ist auch verwundert darüber, dass Deckschrubben zu den Aufgaben eines Piraten gehören.

John beginnt zu zweifeln, ob denn das Leben als Pirat so das richtige für ihn ist. Doch dann  hat Meister Tod höchstpersönlich seinen großen Auftritt. Er bittet Johns Vater und die Crew der „Quietsch Vorwärts“ um einen gefallen. Meister Tod braucht Hilfe. Und schon ist John mittendrin in einem rätselhaften und mysteriösen Abenteuer, in dem er die Chance hat zu zeigen, was er als Pirat drauf hat.

 

Layout

Ein großes Schiff fährt über ein tosendes, dunkles Meer. Im unteren Drittel des Covers erkennt man einen Totenkopf und in aufwendig gestalteter Schrift kann man in cremefarben Titel und Autor erkennen.

Mich erinnert es sofort an die Aufmachungen von „Fluch der Karibik“ und macht mich neugierig. Es sagt einem direkt auf den ersten Blick, dieses Buch hat etwas mit Piraten zu tun. Sehr stimmig und man riskiert direkt einen Blick auf den Klappentext.

 

Fazit

Mittlerweile muss ich ja zugeben, dass ich die Bücher von Herrn Vega liebe. Aber ein Piratenbuch. Ist ja eigentlich gar nicht mein Genre. Doch wenn ich mich schon als Fan bezeichne, dann sollte ich mir wohl auch diesen Schinken antun. Heute Mittag gedacht und gleich mal gekauft. Mitten in der Reha. Und ich kann von Glück sagen, dass ich heute so viele Pausen und Ruhephasen in Wärme hatte.

Ich begann zu lesen, zuerst sehr skeptisch, aber die Skepsis hielt nicht lange vor. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn ich laufe Gefahr zu spoilern.

Ich fand es großartig und bereue das Experiment ganz und gar nicht. Liebevolle, skurrile Charaktere erwarten den Leser. Sie haben ihre Eigenheiten und entwickeln sich. Vor allem der Sohn des Kapitäns, John, muss lernen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind und dass es wichtig ist, über sich hinauszuwachsen.

Fasziniert haben mich die Namen. Herr Vega ist großartig darin, seine Charaktere mit den passenden Namen zu versehen. Ich gebe nur ein Beispiel, denn das muss man einfach selber lesen, dann wirkt es viel besser. Der Papagei Rednich, der soll mein Beispiel sein. Die anderen lernt besser selber kennen, denn die wirken am besten im Kontext der Geschichte.

Durchweg spannend, mit Humor und Tiefgang begleite ich John auf seinem Abenteuer und ich bekomme auch so manches Rätsel an die Hand, an dem ich selber mit rätseln darf.

Ich habe mich köstlich amüsiert.

Bis zum Schluss, ein sehr gemeines Ende, wie ich finde. Aber das lässt die kleine Hoffnung in mir aufkommen, dass es unter Umständen weiter gehen könnte.

Den Stoff, den hätte ich gerne, von Disney gezeichnet, auf der großen Kinoleinwand. Das wäre der Knaller. Also Herr Vega, sie Tausendsasser, wie wäre es denn nun mit einem Drehbuch.

Von mir gibt es für eine chaotische Piratenbande 5 Eselsöhrchen und alle Daumen hoch.

 

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch

„Die Verratenen“ von Ursula Poznanski

von am Juni 21, 2014

Handlung

In einer neugeschaffenen Weltordnung, irgendwann in der Zukunft, leben die privilegierten und kultivierten Menschen in Sphären. Diese sind mit Glaskuppeln abgegrenzt um von Naturkatastrophen und anderen, schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen. Alle, die nicht nützliche für dieses System sind, leben außerhalb der Sphären, das sind die Prims.

Ria ist eine von den Privilegierten. Als in vitro Kind wurde sie im Reagenzglas für die Sphäre hergestellt. Sie ist ein von einigen Jugendlichen, die später mal in der Gesellschaft eine höhere Position einnehmen soll.

Doch nach einem Gespräch, welches sie belauscht, gerät ihr Leben aus den Fugen. Ihr und ihren Kameraden, die zu Auserwählten gehören, werden des Verrats beschuldigt und sollen getötet werden. Mit diesem Wissen gelingt es Ria und ihren Freunden auf einer Reise zur Regierung, bei der sie für herausragende Leistungen ausgezeichnet werden sollen, zu fliehen.

Sie finden Unterschlupf bei den Prims, die doch nicht so böse sind, wie man sie gelehrt hat. Ria stellt ihr bisheriges Leben in Frage und sie weiß nicht, wem sie aus ihren Reihen noch trauen kann, denn eines steht fest, sie haben einen Verräter im Kreis der Geflohenen.

Layout

Die oberen 2/3 des Covers ziert ein Schwarz Weiß Bild eines Laubblatts. Darunter in klarer und einfacher Schrift der Buchtitel und die Autorin.
Das Hardcover Buch kommt mit einem Leseband daher und der Papierumschlag ist abnehmbar.
Durch nummerierte Kapitel ist die das Buch klar gegliedert.

Fazit

Das Buch konnte mich erst gar nicht packen. Ich wurde mit Ria nicht so recht warm und habe mich immer gefragt, was mir die Autorin eigentlich erzählen will. Es plätscherte vor sich hin und ich fand zu so vielen, schon gelesenen Büchern Parallelen, dass es mich fast zu langweilen begann.

Doch dann ergab sich die Chance für Ria und ihre Freunde die Flucht zu ergreifen und bei den Prims unterzutauchen. Von da an empfand ich das Buch als sehr spannend. Auf der einen Seite musste Ria zusehen, dass sie mit den Prims und ihren Lebensumständen klar kam, sie musste sich und ihr altes Leben hinterfragen und so manche Vorurteile abbauen. Und zum anderen war klar, dass es in den Reihen Flüchtigen einen Verräter gibt. Wer konnte das nur sein?

Ria entwickelte sich weiter in dem Buch. Zuerst ein wenig naiv lernt sie nach und nach was Leben heißt und das manches  vielleicht nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint

Mir hat der erste Teil der Trilogie trotz Startschwierigkeiten gut gefallen. Aber ich glaube, dass da noch mehr Luft nach oben ist. Da ich noch einiges an Fragezeichen im Kopf habe und ich nicht mal Brocken bekam, um zu überlegen, was denn das große Ganze sein könnte, vergebe ich gutgelaunte drei Eselsöhrchen und freue mich auf Band zwei.

Meine Bewertung:

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Drama | Fantasy | Jugendbuch

„Die Bestimmung – Letzte Entscheidung“ von Veronica Roth

von am April 14, 2014

Handlung

Tris Leben hat sich komplett verändert. Das System der Fraktionen gibt es nicht mehr, wie es in der Heimat weiter gehen soll, darüber wird sich gestritten. Fraktionen neu gestalten, was anderes aufbauen. Ein heilloses Durcheinander findet um Tris und Tobias statt. Und sie mitten drin. Für beide steht jedoch fest, sie wollen der Videobotschaft von Tris Vorfahrin folgen und schauen, was hinter der Stadtgrenze ist. In einem Zug machen sich nachts mit anderen auf die Reise und sie müssen feststellen, dass ihr geführtes Leben auf einem unglaublichen Experiment basiert hat.

Zwischen all den Zweifeln und Lügen, wird für Tris und Tobias jedoch eines klar und deutlich. Ihre Liebe ist echt, sie brauchen einander und müssen respektieren, dass jeder von ihnen Fehler machen darf.

Layout

Die Covergestaltung bleibt den Vorgängern treu. Dieses Mal dominiert die Farbe Grün, deswegen gehe ich davon aus, dass das runde Symbol das Zeichen der Altruan darstellt. Das Zeichen ist dominant in der oberen Hälfte zu sehen. Darunter ist in klarer Schrift, nur in Großbuchstaben der Titel und die Autorin. Klein und schemenhaft erkennt man darunter im letzten Viertel des Covers die Skyline einer Stadt.

Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt und durch die klaren und großen Kapitelüberschriften erkennt man eindeutig, aus wessen Sicht geschrieben wird.

Fazit

Ohne Frage war das Buch spannend, mutig und gut. Es ist schon irgendwie ein Abschluss, der irgendwie auch zur gesamten Reihe gepasst hat. Aber für mich als Leserin, blieb trotz Ende Frust übrig.

Die gesamte Storyline ist gut durchdacht. Ich mag die Sichtwechsel zwischen Tobias und Tris, so dass ich auch ihn endlich besser verstehe. Während ich im zweiten Band zwar verstehen konnte, warum Tris ständig gezweifelt hatte, mich diese Unentschlossenheit jedoch genervt hat, war ich in diesem Band gar nicht mehr genervt. Ganz im Gegenteil. Es war wichtig und richtig, dass sie alles hinterfragt, vor allem, weil sie vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens steht. Ich mag die Entwicklung zwischen ihr und Tobias, die so kindlich und scheu begann. Die über Zweifel, Wut  und Enttäuschung ging und nun in Respekt und Zugeständnissen endet. Sie wissen sich zu schätzen und wissen nun, was sie aneinander haben. Man spürt regelrecht, wie die Situation des Aufstandes die beiden reifen lässt. Sie werden im Denken und Handeln erwachsener und hören sich endlich auch mal zu.

Ich finde es gar nicht schlimm, dass das Buch so geendet hat, wie es geendet hat. Ich weiß, dass man nicht immer ein Happy End bekommen kann. Nichts desto trotz habe ich auch bei tragischen Enden immer ein warmes Gefühl im Bauch gehabt und wusste, ja, es wird alles gut. Ich kann gar nicht erklären, warum es diesmal nicht so ist. Ich sitze da, starre auf die letzte Seite und denke, wie? Das soll es jetzt gewesen sein? Es ist zu Ende, ein Abschluss, es ist auch traurig, aber es lässt mich nicht mit der Idee zurück, dass alles gut ist oder wird. Ich habe das Gefühl, dass da noch irgendetwas kommen muss, dass Frau Roth irgendetwas vergessen hat zu erwähnen.

Aus diesem Grund und nur wegen diesem einen, für mich persönlichen Mängel, vergebe ich nur 4 Eselsöhrchen. Ich bin froh, Tris bis zum Ende begleitet zu haben und ziehe meinen Hut vor soviel Mut, den Frau Roth an den Tag gelegt hat. Sie hat sich auf jeden Fall viel getraut.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch | Romantik

„Glaslügen Band 1“ von Nicholas Vega

von am April 6, 2014

Handlung

„Glaslügen“ ist der erste Band der sogenannten „Glastrilogie“

Als der selbstkomponierte Elektro-Song  „Eversong“ von der 17-jährigen Rebecca im Internet auf Platz eins landet, verschwinden gleichzeitig auch 2 Kinder aus einem anderen Teil von England und das Familienerbstück, die Fabula, eine alte Flasche, um die sich viele Geheimnisse ranken, aus dem Museum.

Für Rebecca, die eine Nachkommin des berühmtesten Märchenerzählers von England ist, steht sofort fest, dass das alles zusammenzuhängen scheint.

Dann erreicht Rebecca noch eine mysteriöse Mail von ihren verschollen geglaubten Eltern. Ein geheimnisvoller Geiger spielt ihren Song und singt dazu. Und ihre Zieheltern sterben bei einem Überfall.

Rebecca befindet sich mitten in einem alten Familiengeheimnis wieder und alle haben Angst vor einer Märchenfigur. Dem Glasmacher. Rebeccas Welt steht Kopf. Wem kann sie was glauben und was hat das alles mit ihr zu tun?

 

Layout

Das Cover ist in schwarz weiß gehalten und klar strukturiert. Etwa in der Mitte des Covers ist ein schwarzer Balken, in dem in weißer, klarer und einfacher Schrift der Titel und der Autor zu lesen ist. Auf dem Cover selber ist viel los. Es verleitet, das Layout länger zu betrachten und man erkennt immer wieder neue Einzelheiten, die mir eine Geschichte erzählen wollen. Eine Uhr, ein Herz und eine Geige sind nur einige Aspekte, die ich sehen kann und sie machen sehr neugierig auf den Inhalt des Buches.

 

Fazit         

Nach dem einmaligen Lesevergnügen von „Der Junge der Glück brachte“ lag die Messlatte bei mir wirklich sehr, sehr hoch. Und Herr Vega hat meine persönliche Messlatte überwunden.

Die Idee von Märchenfiguren, die auf einmal in unserer Welt leben, ist sicher nicht neu. Aber viele Aspekte, wie zum Beispiel, dass ein Mensch ganz aus Glas besteht, die sind originell.

Und was diese Geschichte für mich trotz nicht neuer Idee einmalig macht, ist der Zauber und die Magie, die dieses Buch versprüht. Nicholas Vega gelingt es durch eine bildgewaltige Sprache und durch viel Phantasie, Rebeccas Welt für mich zauberhaft und lebendig werden zu lassen. Ich konnte das Glas regelrecht an meinen Fingern spüren. Ich habe mit Rebecca gefühlt, mit ihr gelitten, geweint und geliebt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, ich mag sie, ich bin skeptisch und ich bin Teil dieser Figuren, indem ich sie in der Geschichte begleite. Sie sind alle auf ihre Art liebenswert. Selbst die Bösewichte haben ihren ganz eigenen Charme. Einige sind gar nicht einzuschätzen. Das ist Herrn Vega wirklich gelungen. Wortwitz und Eigenheiten lassen jeden der einzelnen Protagonisten lebendig und echt wirken. Es ist fast so, als würde es die Fabula wirklich geben und die erdachten Figuren werden lebendig, sobald ich zu lesen beginne. Eine schöne Vorstellung, wie ich finde.

Die Geschichte besteht aus drei, geschickt miteinander verwobenen Handlungssträngen. Jeder einzelne für sich war spannend und da in jedem Erzählstrang wichtige Informationen für den Leser stecken, wird die Geschichte nie langweilig und schnell vorangetrieben,

Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendetwas unnütz erzählt wurde. Alles war wichtig, richtig und stimmig,

Der erste Band ist wirklich gelungen und stellt einen megatollen Auftakt für die Glastrilogie dar. Die Messlatte, lieber Herr Vega, haben sie sich jetzt noch höher gelegt. Im zweiten Band möchte ich noch mehr Zauber, mehr Magie, mehr Liebe und noch mehr Märchen Und ich will eine Fabula an einem Lederbändchen, die ich mir als Fan um den Hals hängen kann. Ich finde ein bisschen Fanservice und Merchandise sollte jetzt noch mehr dazukommen, vor allem, da es den „Eversong“ ja jetzt wirklich gibt. Extra komponiert von Joachim Heinrich. Ich liebe diese Melodie und würde es super gerne mal mit dem erdachten Songtext hören.  Da haben sie sich eine harte Nuss zum selber Knacken geliefert.

Meine Bewertung:

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