Information

Verlag: Rowolth
ISBN: 978-3-499-01243-3
Genre: Romantik, Historie, Roman
Seitenzahl: 592 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Das Buch in einem Satz:
Die Seele spricht eine klare Sprache.

Das war mein erstes Buch von Jojo Moyes. Es ist mir durch Zufall in die Hände gefallen. Und ich muss sagen, der Einstieg in eine neue Liebe wurde mir nicht leicht gemacht.

Ein schlimmer Unfall

In den 60ern:
Nach einem schlimmen Autounfall hat Jennifer Stirling ihr Gedächtnis verloren. Aus Erzählungen von Ehemann, Mutter und Freunden weiß sie, wer sie vor dem Unfall war. Doch sie spürt, dass da irgendetwas von ihr fehlt. Als sie durch Zufall einen ominösen Liebesbrief von B findet, der definitv an sie gerichtet ist, beginnt Jennifer, heimlich zu recherchieren. Sie will auf keinen Fall ihren Mann involvieren, denn er scheint ihr etwas zu verschweigen.

Heute:
Ellie soll für ihre Zeitung einen Bericht schreiben, der zum Jahrestag der Zeitung eine Bilanz der letzten Jahre aufzeigen soll. Ellie findet im Archiv einen Brief, der sie auf Jennifers Geschichte aufmerksam macht. Und diese Geschichte ist auch nach Jahrzehnten noch nicht zu Ende erzählt.

Das Herz siegt immer über den Verstand

Der Roman entschleunigt sehr. Nur ganz langsam kommt das Buch in Fahrt. Ich habe ein paar Augenblicke gebraucht, um mich zurecht zu finden. Das Buch hat zwei Erzählebenen die klar voneinander abgegrenzt sind und sehr separiert voneinander wirken. Das macht es schwer, die Zusammenhänge der beiden Teile zu erfassen. Erst sehr spät wird klar, wie diese beiden Handlungsstränge zueinander gehören.

Dann ist die Geschichte in den 60ern auch noch gesplitet. Da habe ich ganz schön gestrugglet. Ich habe nicht sofort begriffen, dass der eine Handlungsbogen nach Jennifers Unfall spielt und die andere Handlung die Ereignisse vor dem Unfall wiedergibt. Das war ein wenig unglücklich, denn es hätte durch Zeitangaben vor den Kapiteln durchaus elegant gelöst werden können.

Aber die Charakterev und die Entwicklung mag ich sehr. Vor allem Jennifers Schicksal berührt mich und ich mag, wie sie von einem eingeschüchterten Mauerblümchen zu einer selbstbewussten Frau entwickelt und so ihr Schicksal mit Bravour annimmt und zum Guten wendet. Soweit es eben zum Guten gewendet werden kann.

Ich mag die Botschaft, dass das Herz durchaus Mitspracherecht für einen Lebensentwurf haben darf und sollte.

Wohlfühlen

Trotz einiger Schwächen habe ich es sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Es steckt voller Liebe. Und es war ein Buch, zum Runterkommen und mit Wohlfühlgarantie. Das war genau richtig in diesem grauen Einheitswetter.

Ich werde weiter die Augen nach mehr Stoff von Frau Moyes offen halten. Dennoch vergebe ich für dieses Schmönker durchwachsenen drei Eselsöhrchen, weil es für mich doch ein paar Schwachstellen hatte.

Vergebene Eselsörchen:

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