Historie

„Der Winterpalast“ von Eva Stachniak

von am Oktober 18, 2014

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Information

Verlag: Insel Verlag
Seitenzahl: 532 Seiten
ISBN: 3458359702
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

 

Handlung

Nachdem Warwaras Eltern sterben, ist sie auf sich allein gestellt. Sie kommt im Zarenpalast als Dienstmädchen unter, wo sie sich aber aufgrund der strengen Regentschaft der Hausdame gar nicht wohlfühlt.

Doch ihre Aufmerksamkeit und ihr Gespür überall die Ohren zu haben, um so wichtigen Flurfunk im Palast zu erhalten, lassen sie bald schon zur Spionin werden. Sie wird eine „Zunge“, eine Spionin im Auftrag der Zarin.

Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst in den Palast kommt, spürt Warwara, dass Sophie zu großem bestimmt ist, und lauscht fortan heimlich für die spätere Zarin „Katharina die Große“. Dabei muss sie immer auf der Hut sein, denn sie kann im politischen Machtgefüge nur sich selbst vertrauen.

 

Layout

Ein Palast im Schnee ist auf dem Cover im Hintergrund zu sehen. Davor, von der Rückenansicht, eine Frau, in Pelz gekleidet, die auf den Palast zugeht. Im oberen Drittel ist in goldgelber Schrift der Titel zu lesen.

Das Cover beeindruckt mich schon, als ich es das erste Mal sah. Ich hatte es immer mal wieder in der Hand. Die Struktureffekte der Schrift fühlen sich hochwertig an und machen Lust auf Lesen. Beim Anblick fühlt man sich sofort in der Zeit zurückversetzt.

Das Auge und die Hand lesen eben mit.

 

Fazit

Dieses Buch ist mir praktisch zugelaufen. Einsam und verlassen lag es draußen. Und da es mir Leid tat, habe ich dem Buch ein neues zu Hause geschenkt. Ich wollte es eh immer lesen und voller Vorfreude blätterte ich es auf.

Ich kann von Glück sagen, dass ich die ganzen Male, in der ich es in der Hand hatte, dem Drang es zu kaufen doch widerstanden habe.

Die erste Hälfte etwa fand ich das Buch eigentlich ganz gut. Der flüssige Erzählstil, ohne unnötige Schnörkel, trieb die Handlung zügig voran, so dass die ersten 250 Seiten schnell gelesen waren. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, da fesselte es mich nicht mehr. Ich hatte den Eindruck, die Handlung plätschere nur noch dahin. Es kamen keine neuen Aspekte, immer die gleichen Dinge passierten.

Vor allem der Hauptprotagonistin Warwara fehlte es an charakterlicher Stärke und ich empfand sie sehr emotionslos. Und auch die Umgebung und die Zeit waren für mich persönlich nicht genug ausgearbeitet. Irgendwie blieb das Buch für mich sehr schmucklos.

Eigentlich mag ich historische Romane, da jede Zeit was Besonderes darstellt. Und auf dem Zarenhof hätte ich mir so sehr gewünscht, den Prunk zu sehen, und das Elend, vor allem zu Anfang, zu riechen. Das ist der Autorin jedoch bei mir leider nicht gelungen.

Für einen vielversprechenden Start, der dann stark nachließ vergebe ich zwei Eseslöhrchen, ich habe nämlich nicht zu Ende gelesen.

Meine Bewertung:

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Autoren

6 Fragen an Christian Klemkow

von am Oktober 17, 2014

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Christian Klemkow

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben kam ich durch viele Umstände. Zum einen war ich immer ein Cineast, habe fremde Welten also vor allem auf Leinwänden im Kino oder im TV verschlungen. Zum anderen war ich von so vielen wissenschaftlichen Themen fasziniert, dass schon lange „Was-wäre-wenn-Fragen“ in meinem Kopf schlummerten. Als ich irgendwann schließlich zum Film wollte begann ich diese Ideen in Form von Geschichten als Drehbücher zu entwerfen. Als ich mit dem Drehbuch fertig war, lag der nächste Schritt zum Roman am nächsten.

In welchen Genres schreibst du am liebsten?

Eindeutig Science-Fiction. Auch das nächste Buch würde wohl ein SciFi-Actiondrama werden.  Ich mag es düster.

Wie entsteht bei dir eine Geschichte?

Vermutlich genau anders herum, wie bei den meisten anderen Autoren. Vielleicht denke ich eher wie Hollywoods Filmschreiber. Einzigartige Locations, dramatische Bildkompositionen. Damit fing es bei mir an. Die Charaktere kamen erst hinzu, als ich den halben visuellen Plot schon vor Augen hatte. Und ohne laute Beschallung von inspirierender Filmmusik geht bei mir gar nix.

Wer sind deine Vorbilder?

Das mag nach den bisherigen Antworten wohl nicht verwunderlich klingen. Stephen Hawking, Stephen Spielberg, James Cameron, Carl Sagan & Frank Schätzing

Was liest du selbst am liebsten?

Science Fiction in Buch- und Filmform. Gern auch wissenschaftliche Sachbücher.

Welche drei Dinge dürfen beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Filmmusik, Kakao und Ruhe (also keine Störung)

Hast du eine Homepage/einen Blog/eine Facebookseite?

www.facebook.com/explorationcapri

 

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Fantasy

„Exploration Capri“ von Christian Klemkow

von am Oktober 14, 2014

InformationExploration-Capri--Inferno-B00JY39DWU_xxl

Verlag: –
Seitenzahl:
Geschätzt 265 Seiten
Format: eBook

Inhalt

Capri, eine Insel voller Urlaub, Sonnenschein und Frieden. So kommt es den Menschen auf jeden Fall vor, die sich im Jahr 2033 auf dieser idyllischen Insel befinden. Denn tief unter der Erde lauert das Unheil. Der Vulkan bricht aus und nichts ist mehr so wie es war. Nach dieser Naturkatastrophe befindet sich unsere Erde im Umbruch und Wandel.

James erlebt den Vulkanausbruch mit seinen zehn Jahren mit und muss nun mit den Folgen leben. Jahre später macht sich die Menschheit das erste Mal auf, sich neue Galaxien zu erschließen. James ist als Admiral mit von der Partie, in der Hoffnung sich neues Leben zu erkämpfen. Aber nicht alle sind dem Projekt wohl gesonnen.

 

Layout

Ein Cover in klarem Schwarz, Weiß und Grau gehaltenem Szenario erscheint dem Leser. Im oberen Teil erkennt man einen leuchtenden Stern, der von etwas anderem verdeckt wird. Für mich sieht es aus wie eine Sonnenfinsternis. Ein Lichtstrahl scheint auf Umrisse einer Stadt oder eines Gebirges, weit im Hintergrund.

In großen, weißen Buchstaben ist der Titel zu lesen. Darunter, in schwarz, der Untertitel dieses ersten Bands und der Autor des Romans.

 

Fazit

Dies ist der erste Band einer Reihe. Und mich hat es gepackt. Ich bin restlos begeistert.

Ich lese einen futuristischen Roman, der einem als „Science Fiction“ angepriesen wird, aber gar nicht so weit weg ist von der Wirklichkeit.

Vulkanausbruch, Klimawandel, Tsunami. Das alles verändert unsere Welt. Und genau aufgrund dieser Tatsache, dass alles, was James erlebt, genauso passieren kann, macht ein beklemmendes Gefühl.

In diesem ersten Buch ist James nur einer von vielen. Erst einer von vielen, der die Naturkatastrophe erlebt. Dann einer auf dem Raumschiff in die Galaxie. Einen wirklichen Hauptprotagonisten hatte ich nicht, den ich von vorne bis hinten begleiten konnte. Normalerweise bin ich die, die immer einen Protagonisten braucht, der einen an die Hand nimmt und die Geschichte vorantreibt. Das brauchte ich jedoch hier gar nicht.

Christian Klemkow hat hier ein wahres Meisterwerk geschaffen. Mit ermahnendem Zeigefinger erzählt er eine Geschichte von einer Zukunft aus so vielen Facetten, dass es nie langweilig wird, diese gar nicht so unwahrscheinliche Story zu verfolgen.

Was mir besonders gut gefiel, dass hier nicht mit der rosaroten Brille die Zukunftsversion erzählt wird. Alle sehen und wissen um die Probleme der Welt. Aber nicht, wie ich es mir hätte es normalerweise gedacht, nehmen sich alle an der Hand und sagen, kommt halten wir zusammen. Sondern auch in dieser Situation bleiben die Charaktere glaubwürdig und vor allem menschlich. Jeder handelt individuell. Und da wo Licht ist, ist eben auch Schatten.

Für mich ist dieser Roman definitiv mein Highlight 2014. Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, freue mich auf Band zwei und bin gespannt auf den dritten Band.

 

 

 

Meine Bewertung:

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Der Letzte

Der Letzte

von am Oktober 12, 2014

Aus „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs.

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Lese ich weiter?

Das Buch hat es gerade eben so geschafft mich zu packen. Auf etwa 97 Seiten habe ich mich doch gelangweilt. Jetzt scheint es doch mal loszugehen. Hoffe ich. Auf zu Seite 101!

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Autoren

6 Fragen an Fairy Gold

von am

DSC_8378 (2)Name: Petra Czernitzki und Fairy Gold (zusammen mit meiner Co-Autorin Brenda Hilbig)

Wie bin ich zum Schreiben gekommen? Meine ersten Prosatexte und Gedichte sind aus dem Tagebuchschreiben entstanden. Mit Brenda habe ich bereits in der 7. Klasse einen Roman geschrieben über die Härten des Teenagerlebens. Diese Zusammenarbeit haben wir wieder aufleben lassen.

Welche Genres schreibst du am liebsten? Kurz- und Kürzestprosa, Lyrik, Satire, Humor

Wie entsteht bei dir eine Geschichte: Ich erlebe etwas, denke etwas, fühle etwas und manchmal packt mich eine Idee und die Worte kommen. Oder ich habe per Skype und Google Drive einen Schreibtermin mit Brenda und dann spinnen wir gemeinsam eine Idee aus und dann die Geschichte.

Wer sind deine Vorbilder? Ich habe keine.

Was liest du selbst am liebsten? Eigentlich querbeet, aber ein Faible für Krimis und Thriller kann ich nicht abstreiten.

Welche drei Dinge dürfen beim Schreiben auf keinen Fall fehlen? Ein PC mit Tastatur, Bildschirm und Maus oder Stift und Papier reichen neben Ideen, Inspiration und Lust zu schreiben völlig. Ich habe keine Schreibfetische oder Maskottchen 😉

Fairy Gold: https://www.facebook.com/pages/Fairy-Gold/307048322796114?ref=hl

Brenda Hilbig: http://www.brendavision.de/

Petra Czernitzki: http://www.autorenwelt.de/users/chiochia

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Fantasy | Romantik

„Nilamrut: Die Hoffnung erwacht“ von Andrea Bielfeldt

von am Oktober 11, 2014

Information

Verlag: –Nilamrut--Die-Hoffnung-erwacht-B00NR06MC0_xxl
Seitenzahl:
etwa 253
Format: eBook

 

Handlung

Nach der versuchten Vergewaltigung aus Band 2, hängen Cat die Ereignisse in Band 3 noch sehr nach. Und dann sind auch noch die Ringe weg. Cat geht es immer schlechter. Beginnt er nun, der Fluch, vor dem sich alle gefürchtet haben? Aber wie sollen ihre Freundin Ann, deren liebster Levian und Cat´s Ric es schaffen den Fluch aufzuhalten, wenn die Ringe weg sind? Ein Wettlauf mit der Zeit, um die Liebe und gegen den Tod beginnt.

 

Layout

Mit dem letzten Band der Trilogie hat sich das Design zum Positiven gemausert. Im neuen Look kommt nun das Cover, wie auch alle vorherigen Bände, mit einem großen Ring in der Mitte daher. Band eins und zwei sind in Blau, bzw. rot gehalten, Band drei ist grün. Eben die Farbe der Hoffnung. Ich mag die verschnörkelte Schrift von „Nilmrut“ sehr. Das Cover transportiert alles, was die Reihe ausmacht. Romantik, Fantasy und Mystik. Sehr gut gelungen und ein sehr schöner Wandel der Reihe zum Abschluss.

 

Fazit

Was habe ich dem dritten und letzten Band entgegengefiebert, war aber auch ein wenig traurig, weil ich wusste, nun ist es gleich vorbei. Mit jeder Seite, die ich lese, weiß, ich, der Abschied von meinen so lieb gewonnen Hauptprotagonisten steht unmittelbar bevor.

Doch vorher gehe ich mit ihnen nochmals durch Dick und Dünn, durch Höhen und Tiefen. Lache, weine, leide und liebe mit ihnen.

Andrea Biefeldt hat es mit diesem dritten Band geschafft, noch einmal eine Schüppe auf die Vorgängerbände draufzulegen und hat mich so gefesselt, dass ich beim Lesen gar nicht merkte, wie die Zeit verging.

Schon mit den ersten Sätzen war ich wieder bei Cat und wusste sofort, obwohl der letzte Band über ein halbes Jahr her war, was geschehen war. Es war so, als hätte ich nie aufgehört zu lesen.

In den drei Bänden sind mir Cat, Ric, Ann und Levian sehr ans Herz gewachsen und vor allem in diesem letzten Band scheinen sie nochmals eine riesige Entwicklung in Richtung erwachsenwerden durchzumachen. Die Ereignisse prägen alle und schweißen sie zusammen.

Ich dachte immer, ich könnte das Ende vorausahnen. Ja, so und so musste es enden. Doch die Autorin war immer wieder für eine Überraschung gut, so dass der Spannungsbogen immer aufrecht gehalten wurde.

Ich fand es sehr schön, wie die drei Untertitel der Buchreihe nochmals in die Handlung verwoben waren, so dass es zum Schluss alles ein großes Ganzes ergab. Das eine konnte nicht ohne das andere. Alles was in den Büchern passierte war richtig, wichtig und gut. Frau Bielefeldt hätte die Handlung gar nicht anderes machen können. Das wurde mir während des Lesens klar. Gut durchdacht führt die Autorin alles zu einem gut durchdachten Finale.

Für mich war es sehr beeindruckend, wie die Charaktere gereift sind. So ist die Reihe für mich viel mehr als nur Fantasy. Sie ist Liebe, Freundschaft, Verantwortung für das Leben übernehmen und aus den Kinderschuhen herauswachsen.

Ich bin traurig und froh zugleich. Es ist ein sehr gelungener Abschluss der Trilogie und ich kann Cat mit einem ruhigen und guten Gewissen ihrer Zukunft überlassen, denn ich weiß, es wird ihr gut gehen und sie wird geliebt.

Ich danke für diese tolle Buchreihe und lege sie jedem ans Herz. Cat und ihre Freunde werden euch verzaubern.

 

Meine Bewertung:

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