Information

Verlag: Heyne
ISBN: ‎ 978-3-453-27447-1
Genre: Roman, Dystopie, Sience Fiction
Seitenzahl: 448 Seiten
Format: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch

Das Buch in einem Satz:
Ich wünsche euch einen schönen Tag Null.

Ich gestehe, ich mag rosa. Deswegen widmete ich mich eigentlich nur dem Klappentext. Und was ich las, überzeugte mich. Endlich mal wieder eine Dystopie.

Der große Feiertag Tag Null

Emi wächst in einer Welt auf, die nach einer gewaltigen Klimakatastrophe alles ändern musste. Wie das Leben vor Tag Null war, das kennt Emi nur aus Erzählungen. Ihre Eltern jedoch haben alles miterlebt. Die Katastrophe, den Wiederaufbau, das Umdenken. Vor allem Emis Mutter erzählt voller Leidenschaft davon, wie sie sich für den Klimaschutz einsetzt und sie betont immer wieder, dass noch lange nicht genug getan wird.
Emis Mutter bricht kurz vor dem großen Feiertag „Tag Null“ zu einem weiteren Freiwilligendienst auf. Sie feiert diesen Tag sowieso nicht. Das ist die Chance für Emi und ihren Vater, diesen Feiertag endlich mal mit Parade und Feuerwerk zu erleben. Trotz Warnungen von Mutter Kristina brechen Vater Larch und Emi zu den Feierlichkeiten auf. Und dort werden sie Opfer eines Anschlags.
Wie durch ein Wunder kommen Larch und Emi unversehrt davon. Kurz darauf taucht jedoch die Polizei vor ihrer Tür auf. Mutter Kristina wird beschuldigt, eine der Täter dieses Anschlags gewesen zu sein.
Emi und Larch beschließen, Kristina zu suchen, um die Wahrheit zu erfahren.

So nah, dass es fast wahr sein könnte

Ich liebe das Wordbuilding des Autors sehr. Er zeichnet eine Zukunftsvision, nicht weit weg von unserer, die sich zwar fortschrittlich und verändert anfühlt, jedoch nicht fremd. Das gelingt Nick Fuller Googins mit bekannten Songs, die nun natürlich als Oldies gelten, mit „Mama Greta“, unsere heutige Greta T., die in der zukünftigen Welt einen hohen Stellenwert einnimmt und so manche Rückblende in die Zeit vor Tag Null ein lebendiges Bild einer wahrscheinlichen Zukunft zu skizzieren. So findet man sich schnell zurecht und erahnt schnell, was geschehen ist.

Eine gute Dystopie, die ich mir jedoch vorstellen kann. Nichts entspringt so wirklich der Fantasie. Der Autor nimmt heutige Fakten und spinnt sie einfach weiter.

Das Problem mit den Satzzeichen

Die Geschichte wird abwechselnd von Vater Larch und Tochter Emi erzählt. Sehr lebendig. Mit wörtlicher Rede. Und da fängt mein Problem an.
Ich bin mir nicht so sicher, für was dieses Ausdrucksmittel stehen soll, aber der Auor hat konsequent die Anführungsstriche weggelassen, so dass es immer wieder schwer war, wörtliche Rede auf Anhieb zu erkennen. So wurden geführte Unterhaltungen oft schwer nachzuvollziehen für mich. Irgendwann gewöhnte man sich zwar daran, aber es trübte meinen Lesefluss doch gewaltig. Das ist wirklich schade. Eigentlich mag ich das Buch. Die Thematik ist spannend, der Aufbau hat einen gewissen Reiz, aber es haute mich durch das ständige Überlegen, wer wann was gesagt hat, regelmäßig aus der Handlung raus.

So blieben Charakere flach.

Was Satzzeichen alles können. Unglaublich.

Aus diesem Grund gebe ich nur 4 Eselsöhrchen. Denn trotz gestörtem Lesefluss, bleibt die Story als solche gut und lesenswert. Und vielleicht kommt ihr damit ja besser klar als ich.

Vergebene Eselsörchen:

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