Information

Verlag: Ullstein Buchverlage
ISBN: 9783864931741
Genre: Roman
Seitenzahl: 432 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Das Buch in einem Satz:
Man muss die Vergangenheit hinter sich lassen, um sich der Zukunft zuwenden zu können.

„Für immer und noch ein bisschen länger“ stand schon ein Weilchen in meinem Bücherregal. Und nun war der Zeitpunkt gekommen, um es endlich zu lesen. Ich mochte „Fritz und Emma“ damals sehr und war entsprechend voller Erwartungen.

Der Unfall

Vor sechs Jahren starb Annas Verlobter Jeremias bei einem Autounfall. Es war ein Montag. Und seit dem sind Montage für Anna einfach schrecklich. An einem Montag erhält sie nun auch die Kündigung ihrer nun doch zu groß gewordenen Wohnung wegen Eigenbedarf. Anna fühlt sich entwurzelt. In dieser Wohnung fühlte sie sich doch Jeremias, trotz seines viel zu frühen Todes, immer so nah. Sie hat sogar immer mit ihm geredet.
Doch Anna muss einsehen, dass sie dringend eine Wohnung braucht. Aber der Wohnungsmarkt in München ist nunmal nicht einfach. Als sie die Hoffnunf schon aufgeben will, findet sie ein Zimmer in einer ganz besonderen WG. Gunilla ist bereits Rentnerin, ihr Sohn ist Autist, Rose kommt kaum aus ihrem Zimmer und häkelt still vor ihrem Erkerfenster und Rentner Kurt-Georg kümmert sich um alle handwerklichen Belange in der WG.
Nachdem Anna ihr Zimmer bezogen hat, wird schnell klar, dass Anna sich ihrer Mitbewohner wohlwollend annehmen will und sie gemeinsam mit ihnen zurück ins Leben finden muss. Denn man hat nur dieses eine Leben und das ist jetzt. Was man jetzt nicht lebt, kann man nicht nachholen.

Die Wunden müssen heilen

Wie gestaltet sich Trauer und wie kann es nach Schicksalsschlägen weitergehen? Dieses Buch nähert sich ganz vorsichtig und nachdenklich diesem Thema. Und das geht mitten ins Herz. In diese ungleiche WG, in der jeder sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, zieht mit Anna Aufbruchsstimmung ein. Und das hat einfach keiner kommen sehen. Sie brauchten sich gegenseitig, damit sie gemeinsam heilen konnten.

Voll feinem Einfühlungsvermögen erzählt Barbara Leciejewski diese besondere Geschichte. Emotionsgeladen, aber immer mit der richtigen Dosierung, zieht die Autorin das Pflaster der Trauer ab und zum Vorschein kommt Liebe.

Mich hat die Geschichte gepackt. Die Charaktere sind herrlich eigen und ergänzen sich perfekt. Und auch das Thema der Trauer ist stets im richtigen Maß vorhanden, so dass es nie übertrieben ist und man denkt, die Autorin will auf Biegen und Brechen auf die Tränendrüse drücken.

Die Prise Romantik rundet das Lesevergnügen ab.

Von mir gibt es begeisterte 5 Eselsöhrchen.

Vergebene Eselsörchen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit der Abgabe eines Kommentars ist mir bewusst, dass persönliche Daten, die von mir angegeben wurden, gespeichert werden. Die Daten werden gemäß der Datenschutzerklärung gespeichert und verarbeitet. Über meine Rechte wurde ich in der Datenschutzerklärung belehrt.