„Sharing“ von Arno Strobel

Thriller

Information

Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-70053-0
Genre: Thriller
Seitenzahl: 368 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Das Buch in einem Satz:
Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Ich habe dieses Jahr Arno Stroble für mich entdeckt. „Die App“ und „Offline“ haben mich ja gut durch den Sommer gebracht. Da war es klar, dass ich auch „Sharing“ besitzen muss.

Irgendwo habe ich gelsen, dass man das Lesezeichen zur Seite legen solle, denn es sie so spannend, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Und diese Feststellung kann ich nur bestätigen.

Keine neue Idee

Das Szenario wurde sofort aufgebaut. Markus Frau taucht nach ihrer Schicht nicht mehr auf. Stattdessen bekommt Markus von einem Unbekannten einen Aufforderung, doch mal mit einem Link ins Darknet zu gehen. Dort sieht er sein Frau, die der Unbekannte ordinär in Szene gesetzt hat. Am nächsten Morgen findet Markus seine Frau tot in einer leerstehenden Mietwohnung.
Natürlich führen alle Indizien zu Markus, und nachdem auch seine Tocher ihn beschuldigt, flüchtet er.
Und so ist Markus auf der Flucht vor der Polizei. Er möchte den Täter selbst finden, der nun auch seine Tochter verschleppt hat. Aber Markus zweifelt, wem kann er noch vertrauen.

Das Setting ist sicher nicht neu und die Idee ein Livevideo ins Darknet zu streamen, in dem man das Opfer sehen kann, nicht inovativ, dennoch ist das Buch äußert spannend. In der Erzählung wird sowohl Markus Geschichte erzählt, als auch das Schicksal seiner Tochter beschrieben.

Bis zum Ende spannend

Es ist flüssig geschrieben und mit jeder Seite mehr spitzt sich das Buch zu. An manchen Stellen im Buch musste ich doch schlucken, denn Arno Strobel beschrieb die Situationen von den Opfern in einer sehr konkreten Sprache. Das verlieh der Geschichte einen sehr düsteren und bedrückenden Charakter.

Beim Ende des Buches bin ich unschlüssig. Auf der einen Seite ist es sehr konstruiert, aber dennoch alles sehr stimmig. Ich hätte mir auch eine andere Auflösung denken können, die dem Buch eine gewissen Tiefe verliehen hätte. Aber dieses Ende kann man auch so stehen lassen.

Für eine sehr soliden Psychothrille mit Schnappatmung-Faktor vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Vergebene Eselsörchen:

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