Information

Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-44837-3
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400 Seiten
Format: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das gebundene Buch!

Das Buch in einem Satz:
Stell die vor, ein Escape Room lässt dich nicht mehr raus.

Endlich! Da ist das neue Werk von Ursula Poznanski, ich habe so lange drauf gewartet. Denn für mich bedeutet es immer wieder ein Lesehighlight und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

Escape Room der gehobenen Klasse

Milliadär Nevio kaufte eine Burg. Denn er konnte es sich ja leisten. Und aus Burg Greiffenau hat er nun einen Escape Room der besonderen Art geschaffen. Im Grunde ist es nicht nur ein Escape Room. Mit Hilfe von künstlicher Energie, gelingt es dem Besitzer und seinem Team, jeder Besuchergruppe ein individuelles Escape Abenteuer zu präsentieren. Man gibt der KI einfach Wünsche und Vorschläge, was man erleben möchte, man bestimmt die Zeit, den Schwierigkeitsgrad und ein Notfallpasswort und schon erstellt die KI das Abenteuer.
Nun will Nevio einen Testlauf mit geladenen, wichtigen Gästen machen. In äußerster Verschwiegenheit, um nachher noch Bugs auszubügeln und dann richtig groß Reklame machen zu können. Doch der Testlauf geht gehörig schief. Die KI scheint aufeinmal ganz eigene Pläne zu verfolgen, hält sich nicht an Anweisungen und schreckt auch vor „Mord“ nicht zurück. Die KI geht buchstäblich über Leichen.
Warum die KI Amok läuft und wie die Gruppe wieder aus dem Escape Room entkommen kann, das sind die zentralen Fragen, die es zu lösen gilt, um zu überleben.

Charaktere

Da ist Ursula Poznanski mal wieder eine fulminante Story gelungen. Das Setting auf der Burg, die Enge, die Dunkelheit und die Atmosphäre auf der Burg kommen beim Lesen gut rüber und sorgen für Beklemmungen und Ängste. Das habe ich wirklich sehr genossen. Ich kam mir fast selber vor, als säße ich in diesen dunklen Verliesen fest und müsste schnellstmöglich entkommen. Diese Anspannung machte sich in mir immer wieder sofort breit, wenn ich weiterlas.

Und auch die Charaktere der Gruppe sind gelungen und vielschichtig. Jedes Klischee wird bedient. Von der Instagram-Influencerin, die ständig mit ihrem Handy hantiert bis hin zum gealterten, griesgrämigen Geschichtsprofessor, der auf Korrektheit achtet, ist alles dabei. Das brachte eine gute Dynamik in die Gruppe der verschiedene Charaktere und half sehr dabei, die Story lebendig und abwechslungsreich zu gestalten, weil es so viele Handlungsmöglichkeiten gab. Man konnte nie vorausahnen, was geschehen würde, gerade weil es so unterschiedliche Charaktere gibt.

Schöne gestaltet

Ich mag es sehr, wenn Büchern durch Karten und Skizzen Lebendigkeit eingehaucht wird. So ist es auch in diesem Buch. Eine Karte, vorne und hinten im Buch, von der Burg und der Örtlichkeit, verbildlicht einfach sehr gut die Szenerie. Das half, den Weg der Gruppe zu verfolgen und das Gefühl der Beklemmung, wenn man wusste, wo man sich gerade befindet, hat es nochmal verstärkt.

Das passt in die Zeit

Die Thematik der KI ist aktuell wie nie. Und ich kann mir das, was im Buch geschieht, sehr gut vorstellen. Natürlich ist das Buch Fiktion, aber der Gedanke, dass es vielleicht irgendwann wirklich soweit ist, ist beklemmend. KIs können schon so viel. Wenn ich an das große A denke, was ich von der alles durch Sprache bekomme, ist so etwas wie die Burg gar nicht so weit weg.

Ich bin begeistert und ganz verzückt von „Die Burg“ und kann einfach nur 5 Eselsöhrchen geben.

Vergebene Eselsörchen:

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