„Der Schattengarten“ von Anna Romer

Drama

Information

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48684-7
Seitenzahl: 512 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Lucy Briar kehrt nach einigen Jahren in London nach Melbourne, ihre Heimat, zurück. Nach ihren Schicksalsschlägen will sie in der nähe ihrer Familie endlich Ruhe finden. Doch schon bei ihrer Ankunft wird klar, dass sie erst einmal ihre Vergangenheit bewältigen muss, um in eine ruhige Zukunft zu starten.
Vater Ron bricht sich bei einem Unfall die Hüfte. Während er im Krankenhaus ist, bittet er Lucy in Bitterwood Park, dem Heimatanwesen der Familie, welches verlassen und in keinem guten Zustand ist, nach einem alten Fotoalbum zu suchen.
Voller Zweifel und unguten Gefühlen beginnt Lucy mit der Suche nach dem Familienalbum und stößt schon bald auf ein Geheimnis, das lange Zeit zurückliegt, aber noch in die Gegenwart lange Schatten wirft.
Lucy wird ohne Gnade mit ihrer Vergangenheit und dem Schicksal ihrer Familie konfrontiert und aus der Abwärtsspirale gibt es kein Entrinnen.

Layout

Das Cover wirkt sehr düster und bedrückend. Eine raue Steilküste, ein einsames Haus auf einer Klippe. Es ist windig, das Meer ist unruhig, die Wolken grau und schwer. In einem dunklen Lila ist der Titel mitten auf das Cover geschrieben und fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein.

Das Buch selbst ist in Kapitel unterteilt, die jeweils mit Jahreszahl und dem Ort der Handlung gekennzeichnet ist, so dass man sich schnell zurechtfindet.

Mich spricht das Cover sehr an, obwohl es jetzt nichts aufregend neues ist. Es macht neugierig auf den Inhalt des Buches.

Fazit

Eigentlich ist die Geschichte flüssig erzählt, die vielen Zeitsprünge stören nicht, die den Leser in die verschieden Zeitachsen der Story mitnehmen. Die Protagonisten haben alle ein düsteres und bedrückendes Schicksal, und das bietet viel Potential für ein spannendes Grundgerüst.

Leider bleibt es bei dieser spannenden Idee.
Denn obwohl alles irgendwie miteinander verwoben ist, das eine Schicksal das andere bedingt, bleibt für mich viel Potential verschenkt. So ein richtiger Spannungsbogen entwickelt sich nicht wirklich. Es wird viel auf die Details geschaut. Wie sieht das Haus aus, welche Blumen dekorieren den Tisch, wie hell strahlt der Deckenleuchter. Die Fakten und Geschehnisse der Protagonisten, und auch so ein wenig die Gefühlswelt bleiben eher oberflächlich angekratzt und platt.

Das finde ich wirklich schade, denn hätte nun auch noch der Erzählfokus der Geschichte gepasst, wäre es ein durchaus gelungenes, vielleicht auch ein wenig übertriebenes Familiendrama geworden. So bleibt es nur durchschnittlich gut und ich vergebe drei Eselsöhrchen!

Vergebene Eselsörchen:

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