„Die Bücherjägerin“ von Elisabeth Beer

Drama Roman Romantik

Information

Verlag: Dumont
ISBN:   ‎ 978-3-8321-6638-0
Genre: Roman, Romance, Drama
Seitenzahl: 432 Seiten
Format: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook. Ich danke dem Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das Buch in einem Satz:
Nicht nur eine Suche nach einer verlorenen Karte!

„Die Bücherjägerin“. Ich liebe diesen Titel. Ist das ein Buch über mich? Ich jage doch auch Bücher. Aber natürlich ist es kein Buch über mich. Es ist eine viel bessere Geschichte und ich bin froh, dass sich unsere Wege gekreuzt haben.

Von Trauer und Sehnsucht

Sarahs Eltern kommen bei einem Unfall ums Leben, als sie gerade 10 Jahre alt ist. Daraufhin kommen Schwester Milena und sie zu ihrer Tante Amalia.
Sarah fühlt sich bei ihrer Tante verstanden und angekommen. Sie darf sein, wie sie ist. Sarah lernt, Bücher zu lieben, hilft ihrer Tante bei den Restaurierungen von alten Büchern und alten Karten. Amalias Tod erschüttert vor allem Sarah sehr. Sie nimmt das Erbe von Tante Amalia an und übernimmt nun den Betrieb ihrer Tante. Sarah ist überfordert. Amalia war chaotisch und so muss Sarah erst einmal Ordnung in den Betrieb bringen.

Als Benjamin auftaucht, der von der Suche nach einer alten Karte berichtet, die Tante Amalia vor ihrem Tod angenommen hat, steht Sarah vor einem Problem. Wie soll sie denn nun reagieren? Sie muss das Erbe sortieren, Rechnungen müssen irgendwie bezahlt werden. Benjamin überzeugt Sarah, dass es sich vor allem finanziell lohnt, sich auf eine gemeinsame Suche zu begeben.

Für Sarah ist die Reise mehr als ein Arbeitsauftrag. Sie lernt sich selbst besser kennen, kann die Trauer verarbeiten und findet in Benjamin einen ganz besonderen Menschen, der sie ebenfalls, wie Tante Amalia, akzeptiert wie sie ist.

Anders

Sarah selbst erzählt die Geschichte. Und die Art und Weise ist sehr erfrischend originell. Es sind diese kontinuierliche Erzählung und dann gibt es da diese kleinen Einblicke in die Vergangenheit. In diesen Einblicken kann es auch mal nur eine Liste mit Tipps von Amalia geben, wie man sich auf einer Reise richtig verhält.

Sarah ist eine sehr in sich gekehrte Protagonisten. Aber nach und nach versteht man immer mehr, warum Sarah so handelt, wie sie handelt. Ich mag Sarah sehr. Weil ich irgendwie auch so bin. Die Suche nach dem alten Kartenteil ist spannend. Sarah wächst druch diese Suche und blüht regelrecht auf. Sie kommt ihrer Tante noch einmal auf eine ganz andere Art näher und geht nach diesem Abenteuer gestärkter raus, als sie zu Anfang für möglich gehalten hat.

Sarahs Entwicklung macht richtig Spaß, sie ist nachvollziehbar und lebendig gestaltet. Und auch die „Nebenprotagonisten“ bekommen durch Sarahs Beschreibungen und Handlungen eine herrliche Lebendigkeit.

Die Reise nach Frankreich und nach England wird sehr real und authentisch beschrieben. Vor allem in Frankreich hatte man das Gefühl, dass man selbst da ist.

Trauer und Liebe

Immer wieder schafft es die Geschichte, mich tief in meinem Herzen zu rühren. Diese Art der Trauerarbeit, die Sarah da unfreiwillig durchmacht, erreicht mich sehr. Sarah begibt sich die Spuren ihrer Tante und kommt ihr so noch näher, als sie ihr je war. Sarah erkennt, dass Trauer und Liebe nah beieinander liegen und kommt so an Gefühle heran, die ihr aufgrund ihrer Art sonst schwer fallen.

Lesenswert

Ich liebe „Die Bücherjägerin“ so sehr und kann es euch nur wärmstens ans Herz legen. Das Buch erscheint am 15. August als Hardcover, eBook und Hörbuch.

Sarahs Reise verdient einfach 5 von 5 Eselsöhrchen von mir. Danke für diese Geschichte, die mich so sehr berührt und erreicht hat.

Vergebene Eselsörchen:

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