„Die Sammlerin von Erinnerungen“ von Michelle Adams

Roman

Information

Verlag: Heyne
ISBN: ‎978-3-453-42468-5
Genre: Roman
Seitenzahl: 448 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch! Ich danke dem Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Das Buch in einem Satz:
Halte an dem fest, was du liebst.

Als ich das idyllische Cover sah, war ich direkt verliebt. Es ist ganz zauberhaft und versprüht gleich eine Atmosphäre, in der man sich wohl fühlt.

Die Auflösung eines Messi-Haushaltes

Als Harry Langleys Mutter stirbt, sieht er sich vor der Mammut-Aufgabe, ihren Haushalt aufzulösen. Und das ist gar nicht so einfach. Denn Harrys Mutter hat einfach alles gesammelt. Sie konnte sich augenscheinlich von nichts trennen. Aber seine Mutter hat vorgesorgt und per Brief noch vor ihrem Tod Harrys Ex-Freundin Tabitha beauftragt, nach einem verlorenen Schatz zu suchen. Es beginnt eine fast aussichtslose Suche nach einer Schatulle, die verschollen geglaubt war.
Auf einer anderen Zeitebene begleitet man Frances, Harrys Mutter, zu Beginn der 80er. Frances ist das ersten Mal verliebt und auf der Suche nach sich selbst. Sie will alles anders machen, als ihre Eltern es für sie vorgesehen haben. Bei ihrer Liebe Benoit findet sich alles, was sie braucht. Aber Benoit bringt Frances nicht nur Liebe, sondern auch Geheimnisse, die niemals ans Licht kommen dürfen.

Fortsetzung nach 10 Jahren

Ich bin ganz hin- und hergerissen. Ich mag es sehr, dass das Buch auf zwei Zeitebenen spielt. Das gibt eine Tiefe für die Handlung, die wirklich interassant ist und die Begebenheiten auf mehreren Ebenen beleuchtet. Man kann Frances einfach viel besser verstehen, warum es ihr so wichtig war, wie ein Messi an ihren Erinnerungen festzuhalten. Auch der Verbleib dieses ominösen Schatzes und warum Harry nicht bei seiner Mutter aufwachsen konnte, wird schnell klar und verständlich.

Ich kam gut mit der Art und Weise des Schreibstils zurecht und die Handlung wurde zügig aufgebaut.

Jedoch wurde ich so gar nicht mit Harry und Tabitha warm. Ihr Aufeinandertreffen nach zehn Jahren erreichte mich gar nicht und ich konnte so gar nicht verstehen, wie sie aufeinander reagierten. Ich kann das gar nicht richig in Worte fassen, warum mich die beiden kalt ließen. Die beiden Protagonisten blieben irgendwie farblos, obwohl die Autorin ihnen viele Merkmale und Facetten verlieh.

Die eine und die andere Hälfte

Ich mochte die Erzählebene um Frances sehr. Frances war die Portagonistin, die alles rausriss. Sie war der Grund warum ich weiterlas.

Tabitha und Harrys Ebene war nicht ganz so stark. Die Suche nach der Schatulle war langweilig und zog sich hin. Und auch die Gefühlsebene zwischen den beiden kam mir sehr emotionslos vor.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass das Buch nett war. Dennoch habe ich solche Bücher schon sehr oft gelesen und viele waren im Vergleich einfach um Längen besser.

Deswegen gibt es, weil das Buch in Stärke und Spannung so zweigeteil war, 3 von 5 Eselsöhrchen.

Vergebene Eselsörchen:

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