„Gefährliche Zettel“ von Lee Strauss

Historie

Verlag: ESB Publishing
Seitenzahl: 310 Seiten
ISBN: 978-1927547465
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bez51c4CKOII7L._SX322_BO1,204,203,200_ieht sich auf das eBook.
Handlung

Emil Radle ist Mitglied im Deutschen Jungvolk. Er bewundert seinen Gruppenführer Heinz Schultz sehr, noch mehr aber ist er von Führer Hitler und seinen Reden überzeugt. Er glaubt, dass alles, was gesagt ist richtig ist. Doch nach und nach beginnt seine heile Welt zu bröckeln und er zweifelt an seiner eigenen Überzeugung. Seine Familie ist nicht so sehr begeistert von den Geschehnissen in Deutschland. Seine Schulfreunde, Juden, kommen in Haft und Emil kann auch das nur bedingt verstehen. Dann entdecken er und seine besten Freunde Moritz und Johann einen Radiosender. Die BBC berichtet über die wahren Hintergründe. Emils Leben und seine Überzeugungen wandeln sich. Nun hat er nur noch ein Ziel vor Augen. Seine Mitmenschen über die wahren Geschehnisse und die Gefahren Hitlers aufzuklären. Doch das ist gefährlich und verändert Emils Leben komplett.

Layout

Das Cover ist in mahnendem Rot gehalten. In diesem Rot erkennt man eine Gruppe der Hitlerjugend. Unten im Cover ist eine alte Karte vom Deutschen Reich. Der Name der Autorin prangt über dem Bild, der Titel unten.
Die Schrift ist klar und ohne Schnörkel in Weiß gehalten und sticht sofort ins Auge.
Das Cover schafft für mich schon die richtige Stimmung und auch ohne den Klappentext zu lesen, weiß ich, in welche Richtung das Buch geht.
Fazit

Ich liebe historische Romane, die in Hitler-Deutschland spielen. Ich bin jedes Mal fasziniert und entsetzt zu gleich. Nicht umsonst zählt „Das Tagebuch der Anne Frank“ zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
„Gefährliche Zettel“ hat mir richtig gut gefallen. Ich mag Hauptprotagonisten Emil sehr und seine Entwicklung finde ich richtig stark. Vom treuen Anhänger zum Zweifler und Gegner von Hitler.
Er ist durch einen Reifungsprozess gegangen, den so mancher in der damaligen Zeit durchgemacht hat. Doch nicht alle haben sich für die Überzeugung eingesetzt. Emil jedoch findet den Mut mit guten Freunden sich gegen eine brutale Regierung zu stellen.
Authentisch und wortgewandt weiß die Autorin die Geschehnisse zu schildern, so dass es mich packt und ich weiterlese.
Ein untypischer Roman, wie ich finde, der mit dem Thema Hitler und 2. Weltkrieg nochmal ganz anders umgeht und einfach eine kleine Geschichte in dieser Zeit in den Vordergrund stellt, die jedoch genauso wichtig ist wie jedes große Tat.

Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Eseslöhrchen!

Vergebene Eselsörchen:

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