Bla | Bücher | Buchgeschichten

Meine Top 3 2022

von am Dezember 31, 2022

Das Jahr ist schon rum. Habt ihr auch das Gefühl, dass das irgendwie viel zu schnell ging. Ich war noch gar nicht fertig mit meinem Lesejahr. Obwohl ich dieses Jahr einen guten Schnitt hatte. Etwa alle zwei Wochen ein Buch. Ich weiß, dass ist für einige echt wenig. Aber ich bin sehr zufrieden damit.

Es war aus jedem Genre was dabei. Und ich habe auch ein neues Genre für mich entdeckt. Historische Krimis haben mich dank Britta Habekost wirklich überzeugt. Ob es nun allein das Genre ist oder die Autorin, dass lasse ich mal dahingestellt.

Fest steht, wäre „Stadt der Mörder“ aus diesem Jahr gewesen, dann hätte es mit Sicherheit auf Platz eins gestanden. So bleibt mir aber zumindest, dass ich euch das Buch auf jeden Fall wärmstens ans Herz lege. So als Geheimtipp. Einfach, weil ich es so liebe.

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Bücher | Drama | Frauen | Historie | Roman

„Leuchtfeuer: Die Schwestern vom Waldfriede“ von Corina Bomann

von am September 30, 2022

Information

Verlag: Penguin Random House
ISBN: ‎ ‎ 978-3-328-60226-2
Genre: Historischer Roman
Seitenzahl: 624
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe. Ich danke dem Penguin/Random House Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Das Buch in einem Satz:
Die dunklen Zeiten des Nazi-Regimes halten im Waldfriede einzug.

Meine Bewertung:

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Bücher | Buchgeschichten

Bücher, die im Herzen sitzen!

von am Dezember 2, 2017

Kinder, was die Zeit vergeht. Der 2. Dezmeber. Noch 22 Tage bis Heilig Abend. In dieser Zeit werde ich immer sehr sentimental und mir geht so allerhand durch den Kopf. Unter anderem denke ich an meine Kindheit. Und so komme ich natürlich auch auf Bücher, die mich sehr früh geprägt haben und meine alten Schätze in meinem Bücherregal, die mir nach Jahren einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Während ich mich manchmal ja gut von Büchern trennen kann, gibt es manchmal Bücher, die die Seele berühren und die man nie wieder vergisst.
Eigentlich kann ich behaupten, dass ich nie eine Geschichte vergesse, aber meistens brauche ich für das eine oder andere Buch das Buch an sich, damit ich mich daran erinnere. Dann gibt es aber diese Geschichten, die einfach da sind, Bilder sind in der Seele verwurzelt, dass es keine Erinnerungsstütze braucht.

Ein Klassiker

Herzlich Willkommen in meiner neuen Buchgeschichte.

Heute geht es um einen Kinderbuch-Klassiker. „Heidi“. Geschrieben wurde es von Johanna Spyri in zwei Bänden 1880 und 1881.

Es geht um das kleine schweizer Mädchen Adelheid, die Heidi genannt wird. Als sie noch ein Baby war, da starben ihre Eltern. Die ersten 5 Jahre wächst Heidi bei ihrer Tante Dete in Maienfeld auf. Dete findet jedoch eine gut bezahlte Anstellung im deutschen Frankfurt am Main als Hausmädchen. Da sie Heidi nicht mitnehmen kann, beschließt sie, Heidi nach Dörfli zu bringen. Dort lebt der Großvater des Kindes, zurückgezogen, oben in den Bergen in einer kleiner Hütte. Er wird von allen „Alpöhi“ genannt. Er ist als Sonderling und Griesgram verschrieen und die Bewohner raten Dete allesamt ab, das Kind bei dem Verrückten zu lassen.
Zunächst sieht es auch so aus, als wolle der alte Mann das Kind nicht haben. Aber er schließt Heidi schnell in sein Herz und das Kind lebt sich schnell ein.
Heidi findet Anschluß beim Geißenpeter, geht mit auf die Weide zum Ziegenhüten und verzaubert durch ihre Art die Menschen.
Drei Jahre bleibt Heidi bei ihrem Großvater und sie fühlt sich wohl. Sie genießt die Freiheiten und das Leben in den Bergen.
Als sie 8 ist, kommt ihre Tante zurück und nimmt Heidi gegen ihren Willen und mit falschen Versprechungen mit nach Frankfurt, wo sie Klara, einer Tochter aus dem reichen Hause Sesemann, Gesellschafterin sein soll.
Heidi bekommt schnell großes Heimweh und wird krank.

Heidi ist wie Kari

Dieses Buch ging mir schon als Kind sehr nahe, denn ich habe immer ein Stück Heidi in mir gesehen und gesprürt. Ich konnte ihr Heimweh gut nachvollziehen, denn auch ich litt und leide auch heute noch unter Heimweh. Ich weiß, wie es ist, deswegen krank zu werden und immer weinen zu müssen.
So waren Ferienfreizeiten ein Graus für mich, ich habe nie gerne bei meiner Oma geschlafen, auf jeden Fall nicht für lange, das Wochenende war in Ordnung. Und im Urlaub ging es nur, weil meine Mama da war, aber ich war auch stets froh, wenn ich wieder in meiner gewohnten Umgebung war.

Heimweh kann viel machen. Heute, als Erwachsenen ist Heidi mir näher als je zuvor. Denn ich erlebe eine neue Art von Heimweh. Heimweh kann man nicht nur nach einem Ort haben, sondern auch nach einem geliebten Menschen. In diesem Fall habe ich so etwas wie Heimweh nach meiner Mama. Das fühlt sich an wie Heimweh. Nur du kannst nicht zurück.

Etwas zum Festhalten was bleibt

In diesem Jahr war ich auf dem Flohmarkt und habe eine alte Ausgabe von Heidi gefunden und ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Natürlich habe ich schon eine Ausgabe, die aus dem Arena-Verlag. Dennoch hast diese alte Ausgabe ihren ganz eigenen Charme. Dieses Buch haben andere vor mir gelesen, die auch mit Heidi dieses Heimweh erlebt haben. Das verbindet, wie ich finde.

Ich habe mir vorgenommen, diese kleine Sammlung nun zu erweirten, denn im Laufe dieser 130 Jahre, die es diese Geschichte gibt, gab es jede Menge Ausgaben in den verschiedensten Designs und Sprachen. Ich möchte Heidi Bücher sammeln.

Ich habe das Gefühl, dass ich das brauche. Ich möchte was zum Festhalten haben, was bleibt und was mich irgendwie an meine Kindheit und an meine Mama erinnert. Und ich möchte verstehen, warum ich dieses Kind, dieses kleine schweizer Mädchen so sehr mag. Vielleicht gelingt es mir ja, einfach mit der Zeit.

Kinder sollten viel mehr lesen, um die Welt zu verstehen

Generell finde ich es sehr schade, dass viele Kinder Heidi nicht mehr kenne. Und nicht nur Heidi. Es wird, so finde ich, an sich viel weniger gelesen als früher. Die Zeit wird viel schneller, alle sind gehetzt und auch Kinder sind heutzutage schon vollgepackt mit Terminen.
Ich denke gerne an meine ersten Lesestunden zurück und welche Magie mich damals erreicht hat, als ich das erste Mal auch Glücksdrache Fuchur geflogen bin oder mit Trixie Belden die ersten Kriminalfälle gelöst habe. Es geht soviel verloren, wenn man nicht liest.
Das wäre doch ein schöner Weihnachtswunsch. Viel mehr Zeit zu lesen, den Eltern, um die Kinder daranzuführen. Denn mit Büchern kann man die Welt soviel besser verstehen. Und manchmal findet man zu sich selbst.

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Bücher | Humor | Lebensgeschichte

„«Ich habe das Internet gelöscht!»: Aus dem Alltag eines IT-Dienstleisters“ von Philipp Spielbusch

von am März 6, 2017

Cover "Ich habe das Internet gelöscht"
„Ich habe das Internet gelöscht“ von Philipp Spielbusch

Information

Verlag:  Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3499631894
Seitenzahl: 240 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung

Der selbstständige IT-Berater und -Dienstleister Philipp Spielbusch gibt im Buch „Ich habe das Internet gelöscht“ einen Einblick in den täglichen Wahnsinn seines Berufes. Von Hunden, die bei Nutzung des WLANs verrückt spielen, über den Kampf mit dem (oder besser gesagt gegen den) eigenen Internetanbieter bis hin zu virenverseuchten Computer, bei denen der Kunde natürlich „nichts gemacht“ hat. In humoristisch geschriebenen Kurzgeschichten berichtet der Autor nicht nur über seinen Berufsalltag, sondern gibt auch wertvolle Tipps und Ratschläge für Menschen mit PC-Problemen.

Layout

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es zeige einen Marineblauen Hintergrund in gelbem Rand, auf dem ein gezeichneter Computer zu sehen ist. Der Computer ist dabei eher eine Art „Monster“, genauso wie die Computermaus, die auf dem Bild mit Zähnen dargestellt wird. In stilisierter Schrift ist dort der Titel des Buchs und der des Autors abgedruckt. Am linken Rand findet sich das für den Verlag charakteristische „ro ro ro“.

Fazit

Puh. Mir fällt das schreiben einer Bewertung zu diesem Buch nicht leicht, da ich selbst IT-Fachmann bin. Deswegen versuche ich, das Fazit mit der gebührenden Sachlichkeit zu verfassen.

Der Autor beschreibt in seinem Buch den alltäglichen Wahnsinn eines IT-Dienstleisters, zu dem jeder Kunde mit seinen Problemen kommt. Die Probleme sind dabei oft relativ einfach zu lösen, und es bewahrheitet sich sehr oft die Aussage, die ich auch aus meinem Alltag voll unterstütze: An vielen Fehlern ist der Kunde selbst schuld (auf Pornoseiten gesurft und einen Virus eingefangen, die Aussagekräftige Fehlermeldung einfach weggeklickt, logische Denkfehler, die selbst einem Laien nicht passieren dürften). Die Geschichten sind dabei als lustige Anekdoten verpackt. So weit, so gut. Für einen Unbedarften, einem „einfachen Nutzer“, mögen diese Geschichten ansprechend und interessant, und zuweilen auch lustig sein. Auch ich musste bei der Geschichte mit dem WLAN-scheuen Hund schmunzeln. Allerdings, und das darf man nicht vergessen, ist genau diese Menschengruppe, der „einfache User“, die Zielgruppe des Buchs.

Mich als IT-Spezialist hat das Buch weniger fasziniert, da sehr viele Probleme für mich als Fachmann einfach zu vorhersehbar waren. „Ich kriege ständig Spam von irgendwelchen russischen Prostituierten.“ Könnte vielleicht daran liegen, das du dich desöfteren mal auf Schmuddelseiten rumtreibst, Junge. Solche Beispiele durchziehen das Buch und machen es für einen Fachmann wie mich leider weniger interessant. Nur zwei Fälle haben wirklich meine Neugier geweckt, neben dem WLAN-Hund vielleicht noch der Fall der sich trotz Gewittersturm ausfahrenden Markise. Sonst ist das Buch eher mit – für meine Fachkenntnis – Banalitäten gespickt. Und der im Buch auftauchende Nebencharakter „Jonas“, ein Verschwörungs-Vollpfosten vor dem Herrn, wird auf Dauer einfach nur noch nervig.

Wie gesagt, mir fällt es nicht leicht, ein objektives Urteil zu fällen, deshalb einige ich mich auf einen Mittelwert und gebe 4 Eselsöhrchen. Denn das Buch ist für den normalen PC-Nutzer ansprechend und witzig geschrieben, aber eben auch nur für den.

Meine Bewertung:

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Abenteuer | Bücher | Science Fiction

„Weg ins Nichts – Rojan Dizon 1“ von Francis Knight

von am Juni 2, 2016

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Seitenzahl:  416 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag
Genre: Dystopie, Abenteuer
ISBN: 978-3944544205
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Rojan Dizon ist Kopfgeldjäger, der sein Geld mit der Suche nach Straftätern, oder auch nach entflohenen Minderjährigen verdient. Daber ist er kein gewöhnlicher Kopfgeldjäger. Rojan kann Schmerz in Magie umwandeln, tut dies jedoch nur in Ausnahmefällen, da der Gebrauch dieser sog. „Schmerzmagie“ vom Ministerium, der Regierung der Stadt, strengstens untersagt wurde. Statt den Magier haben in der Stadt die Alchemisten das Sagen, die mittels Wissenschaft die Gesellschaft formen. Als Rojan von seinem Bruder um Hilfe gebeten wird, ist er zunächst wenig begeistert, denn er hat mit seinem Bruder seit dem Tod ihrer Mutter kaum Kontakt gehabt. Dennoch gibt er sich einen Ruck. Sein Bruder liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Das Problem: Seine Tochter, Rojans Nichte, wurde von Magiern des Ministeriums entführt. Rojan macht sich auf die Suche nach ihr, und landet in den untersten Schichten der Stadt, dort, wo die ärmsten der Armen zuhause sind. Welche Rolle spielen die Magier in all dem, und wieso scheint es, dass alles, was das Ministerium von sich gibt, eine einzige Lüge ist?

Layout:

Wir blicken vom Dach eines Wolkenkratzers auf eine futuristische Stadt, im Hintergrund die untergehende Sonne. Auf de Dach steht ein Mann, der raucht, vermutlich Rojan. In schwarzen Lettern steht der Name des Autors am oberen Rand, in weißen Buchstaben der Buchtitel, sowie der Name der Buchreihe am unteren Rand.

Fazit:

Als ich in die Geschichte eintauchte, hatte ich sofort Bilder vor Augen. Die Story erinnerte mich zunächst an eine bizarre Mischung aus den japanischen Serien „Witch Hunter Robin“ und „Fullmetal Alchemist“, mit einem Schuss „Harry Potter“, und dazu das ganze zehnmal düsterer. Der Schreibstil ist flüssig und der Autor schafft es, den Leser in seinen Bann und in die grässlichsten Ecken dieser Stadt zu ziehen. Die Charaktere sind an keiner Stelle farblos, jeder von ihnen hat seine Macken und Eigenarten, mit denen man sich anfreunden kann, oder eben auch nicht. Der Auftakt dieser Buchreihe ist fast gelungen. Wieso? Leider bleiben für mich ein paar Fragen zuviel offen, die ich gerne geklärt hätte, gerade in Band 1 einer Reihe. So wird die Gesellschaftsstruktur, das alltägliche Leben mit Religion und ethischen Vorstellungen, aber leider auch der genaue Aufbau der Stadt, nur hier und da angerissen, aber nie endgültig verständlich erklärt. Vielleicht ist das dem eBook geschuldet, und das Taschenbuch würde mir die fehlenden Informationen in Grafiken und Skizzen liefern (vielleicht tut’s das eBook am Ende auch, ich habe nicht nachgesehen). So werde ich als Neuling aber ein wenig im Regen stehen gelassen. Nichtsdestotrotz sollte sich natürlich jeder selber ein Urteil bilden, denn die Story weiß durchaus zu fesseln.

Wegen dieser kleinen Schwäche gibt es für den Auftakt der Reihe nur 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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