Information

Verlag: Goldmann
ISBN: ‎ ‎ 978-3-442-49185-8
Genre: Romance, Geschichte, starke Frauen
Seitenzahl: 432 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe. Ich danke Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Das Buch in einem Satz:
Was immer zählt ist die Liebe.

Es geht um den Duft von Lavendel, ein Familiengeheimnis, die große Liebe und Frankreich. Wer mich schon etwas länger auf diesem Blog begleitet weiß, dass dies genau die Zutaten sind, die ich liebe.

Der etwas andere Pfleger

Wir begleiten Isabelle Steinmann. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt und hat nicht mehr lange zu leben. Aber sie hat nicht einen Wunsch. Sie will vereisen. Nach Frankreich. Zu dem Ort, den sie Zuhause nennt. Das will und kann sie aber nicht allein durchziehen. Über ein Zeitungsinserat komm Ex-Sträfling Ben Bäcker zu ihr. Isabelle ist sofort angetan von ihm und stellt ihn ein. Doch Tochter Carole gefällt das gar nicht. Unüberlegt und sehr spontan springt sie bei Abfahr mit ins Auto, um ihre Mutter vor dem Knasti zu beschützen.
Und so gehen diese Drei auf eine Reise, die ihr Leben verändern wird.

1 und 1 macht 2

Die Zutaten für dieses Buch sind die gleichen wie bei vielen anderen Romanen in dieser Richtung auch. Der Handlungsbogen ist dementsprechend durchaus durchschaubar. Jeder Charakter handelt in der für ihn zugedachten Rolle, so dass es zu Konflikten kommt und natürlich auch Lösungen.
Die Geschichte wird auf 2 Ebenen erzählt.
Da ist die Zeitlinie der Reise von Isabelle mit ihren zwei Begleitern auf ihrem Weg nach Frankreich. Und dann ist da noch die Zeitlinie nach dem zweiten Weltkrieg, in der wir Isabell begleiten, wie sie vom Kind zu einer jungen Frau heranwächst.

Ich hatte ja gesagt, dass es gewisse Grundzutaten gibt, die mich sofort zum Lesen animieren. Ja, leider ist es so, dass die gleichen Grundzutaten in vielen Fällen zum selben Gericht führen. Soll heißen: Die Story bietet jetzt keine überraschenden Wendungen oder unvorhersehbare Ereignisse. Vielleicht lese ich auch zu viele gleichartige Bücher, aber schon nach kurzer Zeit hatte ich den Plot durchschaut. Was es für mich aber trotzdem interessant gemacht hat, sind die Hauptfiguren selbst. Jede ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, und ich bin mir sicher, die Autorin könnte für jede Figur alleine schon eine ganze Autobiografie schreiben, so lebendig und natürlich fühlen sich die Protagonist*innen an.

Cliffhanger? Kann sie

Womit wir auch beim handwerklichen Geschick und dem Gesamteindruck des Buchs angekommen wären. Sonja Roos schafft es, den Leser dazu zu zwingen, weiterzulesen. Indem sie das Kapitel exakt an der richtigen Stelle enden lässt, erschafft sie einen Cliffhanger nach dem anderen, und als Leserin denke ich mir „Nee, ich kann jetzt das Buch nicht weglegen, es ist gerade so spannend, und…das kann sie doch jetzt nicht einfach so enden lassen….“

Obwohl ich mir, wie erwähnt, schon sehr schnell denken konnte, in welche RIchtung die Geschichte gehen wird, hat mich das Buch sehr berührt und ich hatte trotzdem sehr viel Spaß beim Lesen.

4 von 5 Eselsöhrchen

Vergebene Eselsörchen:

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