„Sternstunde – Die Schwestern vom Waldfriede“ von Corina Bomann

Drama Historie

Information

Verlag: Penguin-Verlag
ISBN: 978-3328602057
Genre: Historie, Drama
Seitenzahl: 608 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch. Ich danke dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Das Buch in einem Satz:
Die Gründung eines Krankenhauses.

Corina Bomann geht immer, habe ich gedacht. Ich liebe ihre Art, wie sie Geschichten erzählt. Langsam und vorsichtig und trotzdem gibt es stets ein Vorankommen in der Handlung, mit dem einen oder anderen Wendepunkt.

Hauptprotagonist Krankenhaus

Auch dieses Buch ist so aufgebaut. Wir befinden uns zu Anfang im Jahr 1919 in Berlin. Hanna steht an einem Scheideweg in ihrem Leben. Sie hat ihren Verlobten bei Kriegsende verloren. Nun weiß sie nicht, wie es mit ihr weitergehen soll. Da kommt die Frage, ob sie ein neues Krankenhaus mit aufbauen wolle, genau richtig.
Es geht nicht nur um Hanna, da sind noch soviele Menschen mehr, dessen Lebensweg wir verfolgen. Viele kleine Schicksale vor historischem, auf wahren Begebenheiten beruhendem Hintergrund. Die Geschichte wird in Episoden erzählt. Wie in einer Art Tagebuch werden die Kapitel mit dem jeweiligen Datum versehen. So geht die Geschichte kontinuierlich und chronologisch weiter.
Es gibt so einige Protagonisten in der Geschichte. Der größte Protagonist ist jedoch das entstehende Krankenhaus. Die menschlichen Darsteller laufen irgendwie so nebenbei.

Zu langsam

Wie erwähnt, mag ich die langsamen Geschichten sehr. Für meinen Geschmack ist das Buch allerdings einen Tucken zu langsam. Irgendwie kommt für mich kein richtiger Schwung in die Handlung. Es plätschert episodenhaft dahin, ohne wirkliche Höhepunkte. Die Charaktere bleiben eher flach. Der rote Faden ist stehts Waldfriede.

Historisch großartig

Aber das Buch ist nicht nur schlecht. Ich liebe historische Bücher, die sich mit Medizin von damals auseinandersetzen. Das schafft Corina Bomann mit links. Ich sah das Krankenhaus vor meinen Augen. Ich roch, was die Krankenschwestern rochen und ich sah viel Elend und Leid, aber auch schöne Begebenheiten mit kleinen Happy Ends. Dabei fühlte ich mich immer in die Jahre 1919 bis 1929 zurückversetzt.

Alles in allem ist es ein guter Auftakt für die Waldfriede Saga. Ich hoffe Band 2 holt mich mehr ab.

Für einen durchwachsenen Roman mit Höhepunkten und Längen vergebe ich 3 Eseslöhrchen.

Vergebene Eselsörchen:

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