„Stille blutet“ von Ursula Poznanski

Thriller

Information

Verlag: Knaur
ISBN: ‎ ‎ 978-3426226896
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Das Buch in einem Satz:
Ist wirklich alles so, wie man auf den ersten Blick glaubt zu wissen?

Was soll ich zu meiner Verteidigung sagen? Hallo? Das steht Poznanski drauf, also ist da Poznanski drin, also gehört es in mein Bücherregal. Dies ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe rund um Ermittlerin Fina Plank.

Hellseher

Nadine ist ein kleines Sternchen unter den Promis. Für einen privaten Fernsehender liest sie die Nachrichten. Und plötzlich wirft sie eine Meldung völlig aus der Bahn: Sie verliest ihre eigene Ermordung. Und tatsächlich wird sie zwei Stunden später tot in ihrer Garderobe aufgefunden.
Und nicht nur Nadine sagt ihren Tod vorraus. Auch ein bekannter Blogger wird nach Ansage ermordet aufgefunden.
Fina Plank hat schnell einen Verdächtigen, der Ex-Freund von Nachrichtensprecherin Nadine Just. Aber wäre das nicht zu einfach? Das gilt es nun herauszufinden.

Fake oder Fakt

So ziemlich gleichzeitig erhielt ich das neue Buch von Ursula Poznanski und Arno Strobel. Das Strobels Titel so lautet wie meine Zwischenüberschrift ist aber wirklich nur Zufall. Oder nicht?

Fest steht, das die Thematik so ziemlich die selbe ist. Social Media, Verdächtige, die sehr offensichtlich ins Visier geraten, knobeln was jetzt echt oder Fake ist. Die Bücher ähneln sich wirklich. Wenn man bedenkt das Strobel und Poznanski auch schon gemeinsam Bücher geschrieben habe, noch dazu aus dem gleichen Genre, liegt es schon irgendwie nah, dass sich Erzählweisen ähneln. Auch kann man denken, dass es um die gleiche Theamtik geht. Spoiler? Tut es.

Aber die Autorin schafft mit der neuen Ermittlerin wieder eine starke Frau, der man sehr gerne folgt. Neben ihrem Handlungsstrang bekommen wir auch auch den Täter serviert, der uns höchstpersönlich in sein krankes Hirn einlädt.

Das Buch wird nie langweilig. Durch die Ausführungen des Täters bleibt man dran. Denn so schnell, wie die Ermittlerin zweifelt, zweifelt auch der Leser an der Schuld des Verdächtigen. Die Neugier auf die Auflösung lässt einen nicht los.

Es hakt

Natürlich kommt immer wieder das Gefühl auf, dass das schon alles große Zufälle sind, die da passieren. Aber man braucht natürlich ein Konstrukt, damit ein Thriller funktioniert. Leider ist die Auflösung schon arg konstruiert und so richtig werde ich mit dieser Auflösung auch nicht warm

Mir gefällt Fina sehr gut als neue Protagonistin, die sich in einem männerdominierten Beruf durchsetzen muss. Sie ist auch nur menschlich, hat ihre Schwächen und Stärken. Ihr folge ich gerne auch in den nächsten Büchern.

Obwohl das Buch so die eine oder andere Stelle hatte, die einen kurz ins Wanken bringt, ob das jetzt alles so sein kann, hat mich das Buch gut unterhalten und mir ein kurzweiliges Wochenende beschert. Deswegen gibt es solide4 von 5 Eselsöhrchen.

Vergebene Eselsörchen:

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