Krimi | Liebesroman

„Ein dunkles Geschenk“ von Nora Roberts

von am August 31, 2015

27.AprilInformation

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: B00QZEQLNK
Format: eBook, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf auf die gebundene Ausgabe!

Handlung

Lila Emerson ist hauptberufliche Autorin. Damit ihr Leben spannend bleibt, verdient sie sich zusätzlich etwas als Haussitterin dazu. Immer wenn Menschen für länger verreisen, zieht sie in das verlassene Domizil und passt auf die vier Wände inklusive möglicher tierischer Mitbewohner auf.
Bei ihrem aktuellen Job beobachtet sie oft die Nachbarschaft durch die großen Fenster. Mit dabei ein Pärchen, welches sich immer streitet. Eines Abends sieht sie wieder einen Streit. Dieser endet in einem Mord mit folgendem Suizid des Mörders.
Diese Ereignisse verändern ihr Leben komplett, denn nichts ist so, wie es scheint. Die Polizei ermittelt, sie trifft auf den Bruder des potentiellen Mörders und irgendwer bricht in ihr Domizil ein. Ihr Leben ist in Gefahr, aber sie weiß nicht warum. Außerdem läuft sie Gefahr sich unsterblich zu verlieben.

Layout

Ein Parkweg, gesäumt von Bäumen und Bänke, die zum Verweilen einladen. Das ist auf dem Cover zu sehen. Mitten drauf prangt in der typischen Nora Roberts Buchschrift der Name der Autorin und der Titel. Es handelt sich um einen Papierumschlag. Abgenommen ist der Einband lila, geprägt in weiß ist der Titel zu lesen. Passend zum lila Einband ist ein Lesebändchen integriert. Die Story ist übersichtlich in Kapitel gegliedert.

Fazit

Puh, ne. Das war irgendwie nicht so mein Fall. Ich glaube, das war in den letzten Monaten zu viel Roberts. Der klassische Schema F, alles läuft auf ein Happy End hinaus Overkill.
Die Geschichte war ohne Frage spannend, aber halt im typischen Nora Roberts Klang. Es war vorhersehbar. Aber es wunderte mich nicht und enttäuschte mich auch nicht, denn wenn ich einen Roberts in die Hand nehme, dann ist da Roberts drin.
Aber die Charaktere fand ich zu blass, zu klassisch, mit den üblichen Macken, den üblichen Eigenschaften. Der Spannungsbogen bot nichts Besonderes.
Es war eben so ein Buch, was man mal so eben liest, wenn man nicht viel denken will. Ich war leider unterfordert und gelangweilt. Das Buch kam mir zum falschen Moment in die Hand.
Ab der Hälfte habe ich nur noch sporadisch durchgeblättert, um es nicht abbrechen zu müssen. Von mir nur punktuelle drei Öhrchen. Wenn ich nicht schon Roberts gesättigt gewesen wäre, hätte es mich bestimmt mehr getouched. Das war Pech für dieses Buch.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Hörbuch | Krimi

„Das Lächeln des Killers“ von J. D. Robb (Hörbuch)

von am Juli 5, 2015

41ls7W0u12L._SL500_AA300_PIaudible,BottomRight,10,70_OU03_AA300_Information

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3442363346
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Gelesen von Tanja Geke.

 

 

 

Inhalt

 

Eine junge Frau hat ein Blind Date, alles läuft phantastisch, scheint ihre Internetbekanntschaft Dante doch ihr Traumprinz zu sein. Doch das Date endet tödlich. Voll mit Drogen stürzt sie vom Balkon. Detective Eve Dallas und ihr Team wird zu dem Fall gerufen. Noch während ihrer Ermittlungen kommt es zu einem zweiten Mord. Aber der Täter scheint kaltblütiger und abgebrühter zu sein. Auch sein Aussehen hat sich wieder verändert. Handelt sich um einen schizophrenen Täter oder hat sie es doch mit zwei Tätern zu tun, die in einer Art Wettstreit stehen. Und woher bekommen sie ihre Sexdrogen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn über ein Flirtportal hat der Täter sich schon ein neues Opfer gesucht. Zum Glück hat Eve neben ihrem Team ihren Ehemann Roarke zur Seite, der ihr das eine oder andere Mal auf nicht ganz so gesetzestreuen Wegen hilft.

 
Fazit
Das ist der 13. Fall von Ermittlerin Eve Dallas im futuristischen New York. Die ersten 12 Bände habe ich vor Jahren verschlungen, machte dann aber eine Pause aus mir nicht mehr nachvollziehbaren Gründen. Denn dieses Hörbuch war einfach megaspannend.

Ich mag die taffe Eve, die trotz ihrer Vergangenheit und schlimmen Kindheit mitten im Leben steht. Auch Ehemann Roarke, der Buttler, Peabody und alle anderen Charaktere haben ihre Geschichte, ihren Hintergrund und leben ihr Leben in den Büchern weiter. So bauen sich zwar nicht die Fälle aufeinander auf, denn die sind abgeschlossen. Wohl aber bekommen die Hauptcharaktere die Chance ihre Story zu zeichnen, so dass es schon wichtig ist, die Fälle der Reihe nach zu lesen. Wie bei einer guten Krimiserie eben üblich.

Ein bisschen gestört, jedoch typisch für J. D. Robb (aka Nora Roberts) sind die wilden Sexszenen zwischen Roarke und Eve. Gebraucht hätte ich sie für meinen Geschmack nicht und auch die Situationen in den Eve Roarke braucht, finde ich sehr fragwürdig. Nach Albträumen, nach Erinnerungen. Ich kann es nicht nachvollziehen, aber gut, wenn Eve Dallas es braucht, sei es ihr gegönnt. Wir gehen schließlich alle anders mit postraumatischem Stress um.

Der Kriminalfall war in sich schlüssig und spannend. Eve bekommt als Hauptprotagonistin noch mehr Erinnerungen an ihr Kindheitstraume, so dass ich sie noch besser kennenlerne.

Tanja Geke schaffte es, mich mit ihrer Art und Weise des Vorlesens und der verschiedenen Stimmfarben und Betonungen mitzunehmen und jedem einzelnen Charakter Leben und Eigenheiten einzuhauchen. Vor allem der Buttler hat so schön liebenswürdig eingebildet nasal gesprochen. Einfach herrlich.

Von mir bekommt dieses Hörbuch 4 von 5 Sternchen. Einfach weniger pimpern lassen, das braucht es nicht immer. Ich weiß doch mittlerweile wie sehr sich Roarke und Eve lieben und begehren, das muss ich nicht auf allen 50 – 100 Seiten lesen. Und bei einem Hörbuch kann man so schlecht vorblättern.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Drama | Krimi | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

von am Juni 16, 2015

Informationdickeren

Verlag: Piper Verlag
Seitenzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3492056007
Format: gebunden, Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Der junge Schriftsteller Marcus Goldmann legt mit seinem Debütroman einen Bestseller vor. Er ist der gefeierte Jungautor, von dem sich noch viel mehr versprochen wird. Doch er kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Eine Schreibblockade verhindert seinen nächsten Roman. Immer wieder fängt er eine Geschichte an, nur um sie zu werfen. In dieser Zeit nimmt er Kontakt zu seinem alten Mentor Harry Quebert auf. Dieser wusste schon immer, dass sein ehemaliger Schüler das Zeug zu einem großen Autor hat. Er gibt ihm die nötige Kraft und Marcus fährt gestärkt und voller Tatendrang wieder nach Hause. Ein paar Tage später erfährt Marcus etwas Schreckliches. Sein ehemaliger Lehrer sitzt im Gefängnis. Er soll vor 30 Jahren ein 15 jähriges Mädchen getötet haben. Die Leiche wurde nun in seinem Garten gefunden, mit bei der Leiche das Originalmanuskripts des damaligen Bestsellers seines Mentors Harry Quebert. Für Marcus steht fest, er muss seinem Lehrer helfen, da kümmert ihn auch keine Deadline seines Verlags, die noch immer auf sein Manuskript warten. Für Marcus beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Er will diesen Mordfall aufklären und bekommt gleichzeitig auch die einmalige Chance, seine Schreibblockade abzulegen.

Layout

Das Cover ist in creme-gelb gehalten. Als würde man durch ein Loch in einem Papier auf die nächste Seite schauen, sieht man einen Teil einer Stadt mit Tankstelle und Wohnhäusern. Oben in großen, klaren Buchstaben steht der Name des Autors in weinrot. Unter dem Bild findet sich sehr dominant in klarer, blauer Schrift der Titel des Buches.
Das Bild der Stadt durch dieses Loch im Papier findet sich auch im Buch, wenn ein neuer Teil beginnt. Vergangenheitsszenen und Gegenwart sind klar gekennzeichnet, es ist in Kapitel unterteilt und verschiedene Abschnitte, die das Buch nochmals klar gliedern.

Fazit

Ein so dicker Wälzer verdient auf jeden Fall Respekt. Egal welchen Inhalt das Buch hat. Voller Respekt und Ehrfurcht habe ich auch zu lesen begonnen. Ein wenig Angst hatte ich davor schon, dass vielleicht Langeweile wegen der Länge aufkommt. Wie viel Geplänkel kann auf so vielen Seiten geschehen, die einfach nicht handlungsrelevant sind. Aber die Angst war unbegründet. Jede Seite, jedes Ereignis war wichtig und tragend.

Marcus Goldmann erzählt mir seine Sicht der Dinge. Er erzählt wie es ist, wenn man Autor ist, auf was es ankommt, seine Erfahrungen mit Ruhm und Scheitern. Das ganze beginnt wie eine Biografie. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin, wie Marcus Harry Quebert kennenlernte. Aber schnell wird dieses Buch mehr. Es wird Kriminalfall, Liebesgeschichte, Kleinstadtdrama. Mit jede Menge Klischees zwar gespickt, aber dennoch nicht langweilig. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ausgewogen ab, zwischendurch nimmt mich Marcus Goldmann sogar mit in sein Buch, welches in diesem Buch entsteht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Gerade weil so viele verschiedene Genres bedient werden, voller Klischees gespickt und dennoch so gekonnt neu verstrickt, bot es viel Spannung und Abwechslung. Ich konnte den Kriminalfall mit lösen, bekam drei Biografien und Drama. Ich vergebe 5 begeisterte Eseslöhrchen. Nach diesem Buch wird es schwer, mich auf was neues einzulassen, ich brauch wohl einen Tag eine Pause.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Abenteuer | Fantasy | Krimi

„Steamtown – Die Fabrik“ von Carsten Steenberg und T.S. Orgel

von am Mai 16, 2015

urlInformation

Verlag: Papierverzierer Verlag
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3944544342
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.
Inhalt

In Steamtown geht es in einigen Vierteln sehr rau und gewaltvoll zu. So wundert es nicht, das eines Tages an der Bakers Hall eine Leiche gefunden wird, die auf grausame, fast schon bestialische Weise zugerichtet wurde. Dieser Fall scheint sehr brisant zu sein und erfordert gleich drei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der noch junge und unerfahrene Agent Eric van Valen trifft auf den in die Jahre gekommen Pater Siberius Grand und den etwas verschrobenen Forensiker Mister Ferret. Das Ministerium seiner Majestät besteht auf Diskretion und zügige, erfolgreiche Ermittlungen, bevor Panik in der Bevölkerung ausbricht.

Was zunächst nach einem einfachen Routinefall aussieht, entpuppt sich schnell als Albtraum und entführt unser Ermittlertrio in die Untiefen von Steamtown und in düstere Geheimnisse der Stadt.

Layout

Schwarz und Grün dominieren das Coverbild. Es mutete ein wenig wie die Plakate zu den James Bond Filmen an und führt den Leser gleich in die richtige Richtung des Genres. Eine schwarze Silhouette geht auf eine grün erleuchtete Tür zu, drum herum ein Zahnrad. Nach unten geht diese Tür weiter und es wird eine Art Reagenzglas mit grüner Flüssigkeit. In der Mitte dieses Bildes steht der Untertitel „Die Fabrik“ in einfacher, schnörkelloser weiser Schrift. Der Titel und die Autoren des Romans findet man oben auf dem Cover.

Das eBook ist übersichtlich durch Kapitel gegliedert.

Ein von außen gesehen sehr stimmiges Buch, Cover und Klappentext versprechen viel.

Fazit

Ich muss gestehen ich brauchte ein wenig, um mich in Steamtown und der Atmosphäre zurechtzufinden. Doch mit jeder Seite, die ich las und in der ich mich mitnehmen lies, entstand ein Bild vor meinem geistigen Auge. Wie ein Traum, vielleicht sogar Albtraum, in dem man nach und nach immer weiter abdriftet, nimmt mich der Kriminalroman im Steampunkgewand gefangen, hält mich fest und gibt mich nicht frei.

Als Agent van Valen auf den Schirm tritt, ist es um mich geschehen und ich muss lesen, es geht gar nicht anders.

Atmosphärisch dicht und mit Protagonisten, die alle ihren eigenen Charme versprühen, wird die Geschichte rund und bietet jede Menge Facetten rund um das Genre Steampunk. Es ist faszinierend, wie ich während des Lesens Geräusche der Umgebung aus dem Buch gehört habe, die Szenen vor Augen hatte und selbst Gerüche für mich realistisch wurden.

Dunkle, böse und brutale Geschöpfe, die in der Stadt leben, enstanden durch Substanzen, die in der Steamtown die Geschöpfe beeinflussen und verändern, sind sehr realistisch und angstmachend dargestellt. Also, ich für meinen Teil möchte solchen Monstern nicht begegnen. Mal gut, dass es in Steamtown extra Ämter für solche Angelegenheiten gibt.

Ein gelungener Steampunk Krimi ist das, zügig geschrieben, mit Protagonisten, die ich gerne auf der Mördersuche begleite.

Für einen Hochgenuss und eine Lesegeiselnahme, aus der ich nur schwer wieder in die Wirklichkeit fand, vergebe ich 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Krimi | Thriller

„Stimmen“ von Ursula Poznanski

von am März 13, 2015

5115izn8MFLInformation

Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3805250627
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch
Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Inhalt

Der dritte Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger.

Ein toter Arzt in einer Psychiatrie gibt dem Salzburger Kommissaren-Duo ein Rätsel auf. Der Leichnam des Arztes liegt drapiert auf einer Liege, auf ihm Plastikmesser, ein Kamm und ein Kugelschreibe. Eine Eisenvorrichtung zum Aufhängen eines Küchenschranks durchbohrt seinen Hals. Vorhandenes Blut ist teilweise von einem Patienten mit der Zunge beseitigt worden.

Schauderhaft und mysteriös beginnt dieser Fall, alle und keiner können es gewesen sein. Die ersten Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig. Ein Patient hört Stimmen, die andere ist manisch depressiv und der Klinikleiter fürchtet um den guten Ruf seiner Einrichtung.

Und nicht nur dieses verwirrt Bea. Auch ihre Gefühle zu Kollege Florin stürzen sie stets in eine Achterbahn der Gefühle. Dann ist da noch ihr Ex-Mann, der ihr ständig vorhält, wie unzuverlässig sie sich um die Kinder kümmert.

Ein schwerer Fall für Beatrice Kaspary, der sie nicht nur beruflich an emotionale Grenzen bringt.

Layout

Der Stil des Cover passt sich den vorherigen Bänden an. In kräftigen violetten Tönen erkennt man ein Fenster. An einer Stelle ist es zersprungen, die Wände scheinen in keinem guten Zustand. Wie bei den anderen Bänden ist auch hier wieder der schwarze Vogel zu sehen.

Wieder, in prominentem Rot, und in Großbuchstaben geschrieben, sieht man den Titel in erhabener Strukturprägung.

Auf mich wirkt das Layout stimmig und vor allem beklemmend. Gut und ansprechende gestaltet.

Die Kapitel sind klar unterteil, Gedanken durch kursive Schrift gekennzeichnet.

Fazit

Was habe ich dem dritten Band entgegengefiebert. Und als das Erscheinungsdatum feststand, habe ich auch gleich vorbestellt. Pünktlich kam es an und ich hab mich gleich mal in die Irrenanstalt begeben.

Das habe ich nicht bereut.

Der Fall, in dem diesmal ermittelt wurde, hat mich sogleich gepackt. Gut recherchiert, mit viel Hintergrundwissen der Autorin werde ich in den Strudel der Ereignisse gezogen. Mich als Arzthelferin sprach auch die Thematik sehr an. Psychische Erkrankungen in all ihren Formen so gut und vor allem verständlich mit der ständigen Balance zwischen spannend und nicht übertrieben wiederzugeben, das ist Frau Poznanski genial gelungen.

Die Aspekte der Therapien und auch das mit dem Tarot waren ungewöhnlich, doch so gut durchdacht, das ich nie das Gefühl hatte, das es nicht passt oder zu sehr an den Haaren herbeigezogen wäre.

Flüssig, zügig und mit immer der richtigen Dosis an Information bleibe ich als Leserin am Ball und es bleibt durchweg spannend bis zum Schluss. Und dann, vor allen Dingen der Schluss, der es, wie auch bei den vorherigen Fällen, geschafft hat, noch einmal eine Schippe draufzulegen.

Alle Charaktere haben was ganz eigenes und vor allem sehr geheimnisvolles (die Verdächtigen), dass es Spaß macht, mit zu rätseln, zu denken, man hat den Fall gelöst, um nachher doch komplett was anderes als Lösung zu bekommen.

Auch das Privatleben und die familiären Ereignisse in Beas Leben sind gut in das Gesamtkonzept verwoben, so dass es alles ein stimmiges Paket wird, was man gerne liest.

Und hier noch ganz unqualifiziert ein Hurra von mir. Ich wusste, dass da was geht. Man spürte es so sehr. Die Gefühlsebene und das vorsichtige Herantasten von Bea und Flori gefielen mir richtig gut. So wurden die Ermittler noch authentischer für mich. Ich konnte mit ihnen mitfiebern, rätseln und sie in die Psychiatrie begleiten.

Von mir natürlich 5 Eselsöhrchen und die dringende Bitte: Liebe Frau Poznanski, ich will mehr Fälle mit Florin und Bea… Da geht doch sicher noch mehr.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Krimi | Thriller

„Blinde Vögel“ von Ursula Poznanski

von am August 15, 2014

51JfsSA7veLInformationen

 

Verlag: Rowohlt (eBook), rororo (Taschenbuch ab Januar 2015)

ISBN: 978-3499259807

Seiten: 480

Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

 

Handlung

Der zweite Fall von Bea Kaspary und ihrem Kollegen und Vertrauten Flori führt das Salzburger Ermittlerduo auf einen Campingplatz. Dort finden sie zwei Leichen, die nichts gemeinsam zu haben scheinen. Bei Recherchen ist der einzige Verbindungspunkt eine Facebook-Gruppe, in der Lyrik und Poesie gepostet wird. Bea bleibt nichts anderes übrig, als sich einen Account mit falschem Namen zu machen und selbst in der Gruppe zu recherchieren. Denn ihr Chef ist nicht davon überzeugt, dass es sich bei dem Fall doch um Mord handelt und mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

 

Layout

Eine große Krähe fliegt von rechts in das Bild des Covers. Eine in blau getauchte Umgebung ist zu sehen, und ein gekreuzter Pfosten eines Zauns. Mittig, schräg über das Bild ist der Titel und der Name der Autorin zu lesen. Auf mich wirkt das Cover sehr stimmungsvoll und mystisch.

 

Fazit

Nach dem Hörbuch von Fall eins, saß ich auf dem Trocknen. Hallo? Ich wollte doch wissen, wie es vor allem mit Bea und Flori weitergeht. Ich wusste und spürte, da geht doch was. Was die beiden nun für einen Fall hatten, war mir in erster Linie egal, ich wollte wissen, was zwischen denen passiert. Aber was machen, an einem Samstagabend?

Gottlob geht das mit dem Kindle so schön komplikationslos und mit einem Klick habe ich mir das Buch gekauft, gelesen und war fertig.

Hm, was soll ich sagen. Ja, da geht was, aber sie sind noch nicht weiter. Außer das Flori (ACHTUNG SPOILER) jetzt eine Exfreundin hat und ich unbedingt will, dass es einen dritten Band gibt.

Und der Fall von Bea und Flori?

Der war ungewöhnlich aber sehr gut. Mit viel Liebe zum Detail und guter Recherche ist es Ursula Poznanski wieder gelungen, mich zu fesseln. Da war die stockende Liebesbeziehung, die nur ab und zu mal einen Funken sprühte, nebensächlich. Die anderen Charaktere der Geschichte wachsen einem so sehr ans Herz, das man mit ihnen leidet. Es blieb spannend bis zur letzten Seite und ging so in eine ganz andere Richtung, als ich dachte. Immer wieder werden mir als Leser kleine Häppchen hingeworfen, so dass ich selbst mit raten kann. Aber alles ist wirklich so ganz anders als gedacht.
Mit diesem Hintergrund des Falls habe ich nicht gerechnet.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es bald weiter geht. Denn da geht was.

 

 

Meine Bewertung:

weiterlesen

Krimi | Thriller

„Schmerz: Malmingers letzter Fall“ von Henriette Clara Herborn

von am Juli 8, 2014

Kurzinformationen zum Buch

Format: Kindle Edition

Dateigröße: 699 KB

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 356 Seiten

Verlag: Leinpfad Verlag; Auflage: 1 (3. Juni 2014)

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

ASIN: B00KPSM014

 

Handlung

 

Als Ernst-August Malminger im Januar 2017 zu einem Mordfall gerufen wird, ahnt er nichts Böses. Aber schon der erste Anblick der entstellten Frauenleiche lässt den Kommissar erkennen, dass der Täter wohl ein Nachahmungstäter sein muss. Die Fakten ähneln einem Fall aus 1947 aus Los Angels. Dort wurde Elizabeth Shorts ermordet, der Fall wurde als Schwarzen Dahlie bekannt.
Malminger ist führender Experte für diesen Fall in Deutschland. Deswegen steht für Malminger fest, dass der Täter mit ihm auf diese Art in Kontakt treten will.
Neben dem Erforschen des Mordfalls, hat Malminger aber auch in eigenen Reihen zu kämpfen. Ein Fall, den Malminger an Grenzen bringt, nicht nur an seine eigenen.

 

Layout

Das Cover ist sehr minimalistisch gehalten. Eine schwarz-rote Dahlie erkennt man auf sandfarbenen Grund. Von der Blume tropft Blut. Der Titel des Buches ist in großen roten Buchstaben rechts neben der Dahlie zu finden. Name der Autorin findet sich klein und unauffällig darüber in weiß.

Buchrücken und die Rückseite sind schwarz.

Ich finde das Cover super. Beim ersten Anblick weiß ich, es muss ein Krimi sein, die Farbgebung lässt keine anderen Schlüsse zu.

Mich macht es neugierig und das ist immer in Pluspunkt.

 

Fazit

Spannend, mit einem Ende, den ich mir eigentlich vom Titel her hätte ableiten können.

Ich lerne viele spannende Menschen kennen. Böse und Gute und auch welche, bei denen man das nicht einschätzen kann. Und aus all diesen Sichtweisen wird mir eine Geschichte erzählt, die spannend bis zur letzten Seite ist. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund.

Die Beschreibungen der Leiche, die zwischenmenschlichen Handlungen, Umgangssprache schaffen eine Stimmung, die man für einen Krimi braucht. Dazu jedoch kommen Thrillerelemente und man begibt sich auf die Reise in die tiefsten Seelenabschnitte der Menschen. Was können Neid, Eifersucht, oder auch Drogensucht in einem Menschen auslösen.

Geschickt verwebt die Autorin die reale Vergangenheit von 1947 mit der fiktiven Zukunft und so entsteht ein Roman, vom dem man nicht mehr los kommt.

Das Ende sah ich erst kritisch. Hallo? Geht es noch? So doch nicht. Aber doch, genauso musste es enden. Geht gar nicht anders. Und ich sitze hier und denke…. Bitte Nachschlag.

Von mir gibt es für geniale Charaktere, spannende Seiten und einen tiefgründigen Thriller 5 Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

weiterlesen

Komödie | Krimi

„Küss niemals deinen Ex“ von Birgit Kluger

von am März 6, 2014

Handlung

Als Janas Schwester Irene sie bittet, den Neffen eines Mandanten zu finden, klingt das im ersten Moment nach schnellem und einfach verdientem Geld. Jana nimmt diesen Auftrag gerne an, denn da sie chronisch pleite ist, kann sie ein paar schnelle Euros gut gebrauchen.

Jana geht den Hinweisen ihrer Schwester nach und schon bald stellt sich heraus, dass sich der Gesuchte auf Ibiza aufhalten soll. Was für ein Spaß. Auf Spesenkosten Urlaub machen und Sonne tanken.

Das hat Jana sich aber auch nur so gedacht. Denn sie staunt nicht schlecht, als sich herausstellt, dass der Gesuchte ihr Exfreund Lex ist und als dann auch noch auf sie geschossen wird, ist der Traum vom schnell verdienten Geld ausgeträumt.

Auf was hat sich da nur eingelassen?

Layout

Ein buntes Cover springt einen sofort an. Vor einem rosa-lila-gelb-weißen Hintergrund erkennt man die pink-lila Silhouette eines küssenden Pärchens auf der rechten Seite. Neben ihnen auf der linken Coverhälfte schwirren Herzen und Fragezeichen.

Der Titel steht über dem Bildmotiv. Es sieht so aus, als hätte jemand aus Illustrierten Buchstaben ausgeschnitten und daraus den Titel gebastelt.

Unter dem Pärchen erkennt man in der gleichen Machart wie den Titel den Namen der Autorin.

Mir persönlich gefällt das Layout sehr gut. Die Farben sprechen mich an und die vielen Einzelheiten verleiten dazu, das Cover länger zu betrachten. Es macht Lust auf den Klappentext des Buches, um zu erfahren, um was es geht.

Fazit

Das war ein rasantes und witziges Abenteuer, wie ich es mag.

Jana ist mir sofort sympathisch. Sie ist gar nicht so, wie man sich eine taffe Ermittlerin vorstellt. Aber ihre Schwester hat ja genauso wie Jana gedacht, dieser Fall wäre ein Kinderspiel.

Jana gerät immer wieder in brenzlige und heikle Situationen. Aber mit Witz, Charme und ihrer besten Freundin Vanessa übersteht sie das Abenteuer.

Lex ist ein Fall für sich. Aus dem wurde ich gar nicht schlau. Aber da geht es mir wie Jana, die mir die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Was hat Lex nur zu verbergen? Das wird nach und nach aufgedröselt und so schafft es die Autorin, die Geschichte am Laufen zu halten. Häppchenweise werden die kleinen Fragzeichen im Kopf eliminiert.

Ich hatte Spaß daran, Jana zu folgen und habe herzlich mit ihr gelacht. Ohne viel Umschweife treibt Birgit Kluger die Geschichte voran. Durch den einfach gewählten Erzähstil, musste ich nicht nachdenken und konnte voll in die Handlung abtauchen. Immer genau dosiert, so dass sich die Charaktere entwickeln können, man sich alles gut vorstellen kann und es nie langweilig wird.

So muss guter Lesestoff für Mädels sein. Spannung, Liebe und Humor. Alles das, was Frau will.

Ich hatte unterhaltsame drei Tage und deswegen gibt es für mich auch nur eine mögliche Bewertung. 5 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Historie | Krimi

„Teufelsgrinsen“ von Annelie Wendeberg

von am Februar 28, 2014

Handlung

Anton ist Anna, Anna ist Anton. Anton Kronberg, Doktor der Medizin im viktorianischen England. Damit sich Anna ihren Traum erfüllen konnte Ärztin zu werden, musste sie sich auf ein Doppelleben einlassen, denn früher durften Frauen nicht studieren. Aber Anna gelingt es.

Die Geschichte startet 1889 in London. Die Stadt wird immer wieder von Seuchen heimgesucht. Als Doktor der Medizin wird Anna von der Polizei ins Wasserwerk zitiert. Dort wurde eine Leiche gefunden. Todesursache scheint im ersten Moment Cholera zu sein.

Doch schnell wird ihr und dem ebenfalls herbeigerufenen Sherlock Holmes klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss. Aber das ist nicht alles, was Sherlock Holmes dank seinem Scharfsinn auffällt. Durch seine Beobachtungsgabe entlarvt Sherlock Holmes Annas Geheimnis.

Aber in Anna hat Sherlock eine ebenbürtige Gegnerin, sowie Partnerin gefunden. Gemeinsam machen sie sich dran, um den Fall aufzuklären und geraten selber auf die kriminelle Seite der Medizin.

Layout

Das Cover ist blaugrau gestaltet. Im Hintergrund kann man die Umrisse Londons erkennen, es scheint vom Nebel eingehüllt zu sein. Vorne links steht sehr prominent in schwarz gekleidet eine Frau, die den Blick über die Themse Richtung London schweifen lässt.

Ebenfalls in schwarz geschrieben, in Großbuchstaben die sofort ins Auge fallen, steht der Titel „Teufelsgrinsen“. Auf dem „S“ vom Teufel steht eine Krähe, die die Flügel gespreizt hat.

Über und unter dem Titel kann man in graublauer, dezenterer Schrift den Namen der Autorin lesen, sowie den Zusatz „Ein Fall für Anna Kronberg“. Das lässt auf den Krimi schließen.

Das Cover ist für mich sehr mystisch und stimmungsvoll. Es macht sofort neugierig. Auf den ersten Blick scheint der Vogel überflüssig, aber das wird im Roman geklärt und dann muss der da einfach sitzen.

Die Seiten und der Text sind übersichtlich strukturiert.

Fazit

Intelligenter Wortwitz und charmante Hauptcharaktere.

Annelie Wendeberg gelingt es mit den ersten Absätzen mich mitzunehmen in das London 1889. Ich rieche förmlich immer noch die Kloake, die da im Wasserwerk sein musste, als die Leiche gefunden wurde. Das war sicher kein schöner Ort.

Die Autorin schreibt einfach, aber direkt und erzählt ohne viel Schnörkel einen Krimi, der rasant vorangetrieben wird. Aber immer wieder erfahren wir auch die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten, so dass man den Eindruck hat, man freundet sich mit ihnen an und kann verstehen, wie sie fühlen.

Anna erzählt ihre Geschichte selber, wodurch ihre Emotionen und ihr Doppelleben mit allen Schwierigkeiten glaubhaft geschildert werden. Ich leide mit ihr, liebe mit ihr und durchlebe mit ihr die Cholera.

Die Begegnung mit Sherlock Holmes ist sehr gelungen. Da war ich zunächst skeptisch, denn eigentlich hatte ich noch nie Sherlock Holmes Romane gelesen, mochte aber viktorianische Geschichten. Ich hatte ein wenig Angst, dass mir dieses Wissen eventuell fehlen würde. Aber da auch Anna noch nie etwas von diesem Detektiv gehört hat, lerne ich ihn mit ihr kennen und verliere ebenfalls ein wenig mein Herz an ihn. Ich würde fast behaupten, dass mein Unwissen ein Vorteil war, denn so hatte ich keine Vergleichsmöglichkeiten und konnte völlig unvoreingenommen an dieses Buch gehen.

Ich war ein wenig traurig und hatte das Gefühl, gute Freunde zu verlieren, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Aber es wird weiter gehen, dass lassen die letzten Sätze erahnen.

„Wie zum Teufel konnte ich ihn einfach mein Herz mitnehmen lassen?“

Das fragt Anna sich zum Schluss. Das war das, was ich hören wollte. Ein bisschen Herzschmerz muss auf jeden Fall dazu. Die beiden sind noch nicht fertig miteinander.

Gelungenes Debut. Intelligent, wortwitzig, rasant und überaus spannend. Zeitreise in die Vergangenheit mit Krimi ist gelungen. Ich habe es gerne gelesen und will mehr.

Meine Bewertung:

weiterlesen

Komödie | Krimi

„Gold in Tüten“ von Eva Finkenstädt

von am Februar 7, 2014

Handlung

Zwei Azubis  eines Minimarkts finden in einer Orangenlieferung ein weißes Pulver, verpackt in kleinen Tüten. Schnell wird Daniel und Mahmut klar, dass es sich dabei um Koks handelt. Für die beiden steht fest, damit könnten sie sich eine goldene Nase verdienen, sie müssen es einfach nur schnell wegschaffen, damit es keiner merkt. Das bekommen sie auch relativ gut hin, aber dann haben sie keinen weiteren Plan. Wie bekommt man denn jetzt die Drogen an den Mann? Gut dass sie eine aufgeweckte Praktikantin haben, die sich einklinkt und reflektiert weiß, was zu tun ist.
Es könnte alles so schön sein und reibungslos verlaufen, wenn nicht der Eigentümer, dem diese Lieferung eigentlich zusteht, den Azubis schon auf den Fersen wäre.

Layout

Auf einem orange-roten, Cover ist in schlichten Buchstaben der Titel zu lesen. Die Genrebezeichnung steht direkt darunter. Im unteren Teil des Covers ist der Name der Autorin zu lesen. Ein schlichtes, eher unauffälliges Cover, was noch keinen Rückschluss auf irgendwelche Handlungen ermöglicht. Nur der Zusatz „Krimikomödie“ gibt einen kleine Stubbs auf die richtige Fährte.

Fazit

Das war schon witzig. Kurz nachdem in einer Aldi-Filiale Drogen auftauchten, kam dieses Werk auf den Markt. Wie das Leben doch spielen kann.
Ich habe es sehr gern gelesen.
Die Geschichte wird zügig und ohne viel Schnörkel erzählt. Die Autorin beschränkt sich aufs Wesentliche und das macht den Charme dieses Buches aus.
Von den Azubis, den Mittelsmännern und Frauen des Mafiabosses und den Angestellten des Minimarkts, von allen wichtigen Perspektiven beleuchtet die Autorin die Geschichte und treibt sie kontinuierlich voran.
Manchmal ist mir persönlich das Tempo doch ein wenig zu schnell. Die einzelnen Charaktere bleiben mir zu blass. Vor allem die Azubis hätte ich in ihrer kindlichen Naivität und Dummheit gerne noch besser kennengelernt.
Nichts desto trotz habe ich mich einen Tag lang gut unterhalten gefühlt und hatte immer die Bilder und Musik der alten Comedy-Serie „Ritas-Welt“ im Kopf. Eine passende Atmosphäre und Kopfkino hat Frau Finkenstädt bei mir auf jeden Fall erzeugt. Ich konnte schmunzeln und lachen und hatte kurzweilige Stunden.
Deswegen, trotz für mich zu blassen Charakteren, 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

weiterlesen