Lebensgeschichte

„Das Licht zwischen den Wolken“ von Amy Hatvany

von am August 3, 2017

Das Licht zwischen den Wolken von Amy Hatvany

Information:

Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3764506094
Seitenzahl: 512 Seiten

Format: eBook, gebundene Ausgabe

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover-Ausgabe.

Handlung:

Jennifer ist 20 und hat es nicht leicht. Sie ist Mutter von zwei kleinen Mädchen, von ihrem Freund getrennt, hat weder Job noch eine Wohnung. So lebt sie mit ihren Töchtern im Auto, und wenn das Geld mal nicht reicht, um etwas zu essen zu kaufen, dann klaut sie aus ihrer Not heraus. Dieses geht natürlich nicht lange gut. Jennifer wird erwischt und verurteilt. Unter anderem wegen Gefährdung des Kindeswohl. Obwohl sie es eigentlich gar nicht will, gibt sie nach dem massiven Druck der Fürsorge nach und gibt ihre Kinder zur Adoption frei.

Während Baby Natalie sofort neue Eltern findet bleibt Brooke im Heim. Nach 35 Jahren erfährt Natalie von ihrem Schicksal und sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter und ihrer großen Schwester.

Drei unterschiedliche Frauenschicksale die am Ende doch miteinander verwoben sind.

Layout:

Das Buch hat einen babyblauen Papiereinband. In Creme sieht man filigran die Silhouetten von Vögeln und Blumen. In der Mitte des Covers ist in einem zarten Roséton der Titel des Buches geschrieben.
Wenn man den Schutzumschalg abnimmt, ist das Buch ebenfalls babyblau.
Das Buch besteht aus gut gekennzeichneten Kapiteln, so dass man immer weiß, aus welcher Perspektive gerade geschrieben wurde.

Fazit:

Hach, das war wirklich rührend und herzzerreißend.

Aus den drei Blickwinkeln der Protagonisten bekomme ich die Geschichte erzählt. Natalie, Brooke und Jennifer bekommen in der Geschichte ihren Raum, so dass ich alle Einzelheiten der Vergangenheit mit den Frauen aufarbeiten kann und sie mir erzählen, wie es ihnen heute geht.

Jeder geht anders mit dem Schicksal um. Jennifer, die immer um ihre Mädchen gekämpft hat und ihnen regelmäßig Briefe geschrieben hat beeindruckt im Buch, da sie nie ihren Mut verliert.

Brooke hat wohl am meisten in dieser Geschichte gelitten. Sie tut sich schwer damit Menschen zu vertrauen und an sich heranzulassen. Ihre Perspektive geht mir am meisten unter die Haut.

Und dann ist da die „kleine“ Natalie, durch ihre Initiative kommt die Geschichte erst ins Rollen.

Autorin Amy Hatvany ist es gelungen eine Geschichte voller kleiner Lichtblicke zu schreiben. Zart miteinander verwobene Handlungsstränge, die zu Anfang sehr dünn und empfindlich sind werden nach und nach stärker. Ich fiebere mit, mit jedem einzelnen Charakter. Ich bin gerührt und habe für alle Parteien der Geschichte das größte Verständnis und Respekt.

Auch das Ende, was ich zwar fast erwartet habe, ist stimmig und auf seine Art versöhnlich.

Ein ruhiges, aber liebevolles Buch, was mit wenig Action auskommt und dennoch eine spannende Familiengeschichte erzählt.

Von mir verzauberte 5 Eseslöhrchen.

Meine Bewertung:

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Lebensgeschichte | Liebesroman

„Die verbotene Zeit“ von Claire Winter

von am Juni 26, 2017

Informationen:

Verlag: Diana-Verlag
Seitenzahl: 517 Seiten
ISBN: 978-3453359215
Format: gebundene Ausgabe, Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Carla hat 1975 einen schweren Autorunfall. Dieser führt zu einer Amnesie, etwa acht Monate ihres Gedächtnisses sind verschwunden.
Nach ein paar Wochen Genesung und Therapie versucht Carla nun ihre Vergangenheit zu rekonstruieren. Dabei trifft sie auf den Journalisten David Grant.
Von ihm erfährt sie, dass sie vor ihrem Unfall geholfen habe, für einen Freund von ihm Informationen bei ihrer Mutter Dora über eine Jugendfreundin zu bekommen. Nach und nach wird Carla klar, dass da viel mehr hinter steckt und dass auch ihre eigene Vergangenheit, die Vergangenheit ihrer Eltern und das Schicksal ihrer großen Schwester in der Vergangenheit begründet liegt.
Carla mach sich auf die Reise nach Berlin. Was war im zweiten Weltkrieg nur geschehen und wie hängen die Dinge wirklich zusammen?
Eine Reise in die Vergangenheit ihrer Eltern, aber auch in ihre eigene Vergangenheit beginnt und die Einsicht folgt schnell: Niemals ist alles so, wie es auf den ersten Blick auf die Fassade scheint.

Layout:

Ein Paar in den 20er Jahren, wenn man der Mode trauen darf. Eng umschlungen sieht man sie über einen Weg laufen. Rechts stehen Häuser, links Laternen. Es scheint Herbst zu sein und ein Fluß scheint am linken Coverrand zu sein. Es ist ein wenig diesig.
Der Name der Autorin und der Titel des Buches sind prominent in der oberen Hälfte des Covers zu lesen.
Das Cover wirkt stimmig.
Das Buch ist in Kapitel mit dem jeweiligen Zeitabschnitt gekennzeichnet. Diese klare Gliederung sortiert und strukturiert das Buch sehr und man findet sich auf Anhieb in der Geschichte zurecht.

Fazit:

Die Geschichte besteht aus 2 Handlungssträngen. 1975 in England haben wir Carla, die den Unfall hatte und nun herausfinden will, was vorher geschehen ist. Dann die Handlung von 1922 bis 1946. Dies ist die Geschichte um Carlas Mutter Dora und ihrer besten Freundin Edith.
Beide Handlungsstränge sind dicht gepackt mit einer packenden Familiengeschichte und die Tragödie ist nicht aufzuhalten.
Was vor dem 2. Weltkrieg begann findet sein versöhnliches Happy End erst 1975.
Claire Winter ist es gelungen die zwei Handlungsstränge unabhängig voneinander so zu konzipieren, dass man am Ball bleibt und trotzdem werden die Geschichten beinahe unmerklich miteinander verknüpft, dass am Ende ein rundes Bild entsteht.
Die Charaktere sind klar strukturiert und wissen durch Tiefe zu überzeugen.
Leider wurde die Story für mich am Ende sehr voraussehbar. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich an die Geschichten von Lucinda Riley erinnert fühlte. Aber etwa ab der Hälfte des Buches konnte ich das Ende vorhersagen.
Nichts desto trotz fühlte ich mich gut unterhalten, der Schreibstil war zügig und einnehmend und die Geschichte in ihrer Handlung logisch aufgebaut.
Von mir deswegen 4 Eselsöhrchen und den Tipp: Jeder der Lucinda Riley mag wird Claire Winter lieben,

Meine Bewertung:

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Biografie | Lebensgeschichte

„Die Geschenke meiner Mutter“ von Cecilie Enger

von am März 8, 2017

Die Geschenke meiner Mutter von Cecilie Enger

Information:

Verlag: Penguin Verlag
ISBN: 978-3328100195
Seitenzahl: 272 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, gebundenes Buch

Diesse Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Cecilies Mutter ist an Altersdemenz erkrankt und kommt in ein Pflegeheim, da sie alleine im Alltag nicht mehr zurechtkommt. Nun ist es an der Zeit den Haushalt des Elternhauses aufzulösen. Cecilie fällt dies sehr schwer, da sie die Krankheit und das fortschreitende Vergessen nur schwer ertragen kann. Beim Aufräumen findet sie einen Stapel mit Zetteln, auf denen ihre Mutter Jahrzehnte lang alle Weihnachtsgeschenke an die Liebsten notiert hat. Das weckt viele Erinnerungen in Cecilie und bringt sie so ihrer Mutter wieder ein Stück näher. Es ist wie eine Geschichte, die ihre Mutter ihr nun nicht mehr erzählen kann, die auf diesem Papier notiert wurde.

Layout:

Auf dem Cover sieht man Hände. Diese scheinen einem Mädchen zu gehören, denn im Hintergrund sieht man ein verspieltes, hellblaues Kleid. Die Hände halten rote Kinderschuhe in die Kamera. Der Namen der Autorin und der Titel sind über und unter den Schuhen platziert und leuchten im gleichen Rot wie die Schuhe. Es ist ein übersichtliches und schlichtes Cover, das Bild ansprechend und es lädt ein, einen Blick in das Buch, wenigstens jedoch auf den Klappentext zu werfen.
Das Buch ist in Kapitel unterteil, die durchnummeriert sind.

Fazit:

Ich bekomme hier einen autobiografischen Roman. Autorin Cecilie Enger berichtet von ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter. In vielen Erinnerungsschnipseln, die das Lesen der Liste in ihr auslösen, lerne ich die Familie kennen. Mit jedem Geschenk verbindet Cecilie Enger Erinnerungen, und diese Erinnerungen lösen weitere Erinnerungen aus.
Ich kann mir vorstellen, dass es genauso war. Sie hielt diese Liste in den Händen und ihre Erinnerungen schlugen regelrecht Purzelbäume, flogen durcheinander und löste eine Arte Dominobahn aus.
Für Cecilie ist die Liste nicht nur bloß eine Liste. Sie nähert sich ihrer Mutter wieder an und kann sich mit der Krankheit der Mutter versöhnen. Denn in ihren Erinnerungen, die so wehmütig und bittersüß sind, erkennt Cecilie Enger, dass ihre Mutter ein sehr erfülltes und spannendes Leben hatte. Voll mit Abenteuern, einem erfüllten und turbulenten Familienleben und vielen Menschen, die sie stets geliebt haben und noch lieben.
Auch ich ertappe mich immer wieder beim Lesen, wie sehnsüchtig die Gedanken schweifen lasse. Zurück in meine eigene Kindheit und wie ich über meine Mama nachdenke, die letzten Dezember gestorben ist. Ich kann die Gedanken der Autorin nachvollziehen, dass sie sich bewusst mit dieser Liste und den Erinnerungen daran auseinandersetzen mag, denn es scheint lebendige Geschichte zu sein.
Das Buch ist wunderschön und rührend geschrieben.
Leider gibt es für mich einen Wehmutstropfen. Cecilie Enger schreibt die Geschichte sehr sprunghaft. Von der einen Erinnerung zur anderen springt sie in den Zeiten hin und her. Sie erklärt, warum sie das so macht. Weil ihr eben in dieser Reihenfolge die Listen der Geschenke in die Hände fielen und sie es dem Zufall überlassen will, was als nächstes kommt. Für mich jedoch ist es zwischendurch zu sprunghaft und es fehlt so ein wenig der rote Faden. Natürlich soll es gar nicht darum gehen, es sind eher Momentaufnahmen des Lebens der Mutter. Jedoch hätte es für mich genau das gebraucht, um das Buch für mich genial zu machen. So waren es eben nur Aneinanderreihungen von Erinnerungen, die ich mir als Fremde erst zusammenbasteln muss.
Von mir rührende drei Eselsöhrchen, denn das Cecilie Enger erzählen kann, das steht fest. Jedoch glaube ich, dass das Buch noch viel besser hätte sein können.

 

 

Meine Bewertung:

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Bücher | Humor | Lebensgeschichte

„«Ich habe das Internet gelöscht!»: Aus dem Alltag eines IT-Dienstleisters“ von Philipp Spielbusch

von am März 6, 2017

Cover "Ich habe das Internet gelöscht"
„Ich habe das Internet gelöscht“ von Philipp Spielbusch

Information

Verlag:  Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3499631894
Seitenzahl: 240 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung

Der selbstständige IT-Berater und -Dienstleister Philipp Spielbusch gibt im Buch „Ich habe das Internet gelöscht“ einen Einblick in den täglichen Wahnsinn seines Berufes. Von Hunden, die bei Nutzung des WLANs verrückt spielen, über den Kampf mit dem (oder besser gesagt gegen den) eigenen Internetanbieter bis hin zu virenverseuchten Computer, bei denen der Kunde natürlich „nichts gemacht“ hat. In humoristisch geschriebenen Kurzgeschichten berichtet der Autor nicht nur über seinen Berufsalltag, sondern gibt auch wertvolle Tipps und Ratschläge für Menschen mit PC-Problemen.

Layout

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es zeige einen Marineblauen Hintergrund in gelbem Rand, auf dem ein gezeichneter Computer zu sehen ist. Der Computer ist dabei eher eine Art „Monster“, genauso wie die Computermaus, die auf dem Bild mit Zähnen dargestellt wird. In stilisierter Schrift ist dort der Titel des Buchs und der des Autors abgedruckt. Am linken Rand findet sich das für den Verlag charakteristische „ro ro ro“.

Fazit

Puh. Mir fällt das schreiben einer Bewertung zu diesem Buch nicht leicht, da ich selbst IT-Fachmann bin. Deswegen versuche ich, das Fazit mit der gebührenden Sachlichkeit zu verfassen.

Der Autor beschreibt in seinem Buch den alltäglichen Wahnsinn eines IT-Dienstleisters, zu dem jeder Kunde mit seinen Problemen kommt. Die Probleme sind dabei oft relativ einfach zu lösen, und es bewahrheitet sich sehr oft die Aussage, die ich auch aus meinem Alltag voll unterstütze: An vielen Fehlern ist der Kunde selbst schuld (auf Pornoseiten gesurft und einen Virus eingefangen, die Aussagekräftige Fehlermeldung einfach weggeklickt, logische Denkfehler, die selbst einem Laien nicht passieren dürften). Die Geschichten sind dabei als lustige Anekdoten verpackt. So weit, so gut. Für einen Unbedarften, einem „einfachen Nutzer“, mögen diese Geschichten ansprechend und interessant, und zuweilen auch lustig sein. Auch ich musste bei der Geschichte mit dem WLAN-scheuen Hund schmunzeln. Allerdings, und das darf man nicht vergessen, ist genau diese Menschengruppe, der „einfache User“, die Zielgruppe des Buchs.

Mich als IT-Spezialist hat das Buch weniger fasziniert, da sehr viele Probleme für mich als Fachmann einfach zu vorhersehbar waren. „Ich kriege ständig Spam von irgendwelchen russischen Prostituierten.“ Könnte vielleicht daran liegen, das du dich desöfteren mal auf Schmuddelseiten rumtreibst, Junge. Solche Beispiele durchziehen das Buch und machen es für einen Fachmann wie mich leider weniger interessant. Nur zwei Fälle haben wirklich meine Neugier geweckt, neben dem WLAN-Hund vielleicht noch der Fall der sich trotz Gewittersturm ausfahrenden Markise. Sonst ist das Buch eher mit – für meine Fachkenntnis – Banalitäten gespickt. Und der im Buch auftauchende Nebencharakter „Jonas“, ein Verschwörungs-Vollpfosten vor dem Herrn, wird auf Dauer einfach nur noch nervig.

Wie gesagt, mir fällt es nicht leicht, ein objektives Urteil zu fällen, deshalb einige ich mich auf einen Mittelwert und gebe 4 Eselsöhrchen. Denn das Buch ist für den normalen PC-Nutzer ansprechend und witzig geschrieben, aber eben auch nur für den.

Meine Bewertung:

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Drama | Lebensgeschichte | Liebesroman

Das Haus am See von Kate Morton

von am August 30, 2016

Zurück aus der Sommerpause starte ich gleich mit einem Buch, welches mich nicht mal drei Tage begleitet hat und mir den Start in den Sommer versüßt hat. Bittersüße Liebes-Lebens-Familiengeschichte mit Spannung und Tragödie. Da blieb keine Wunsch offen!

 

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Information

Verlag: Diana
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: 978-3-453-29137-9
Format:  gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung
1933

Familie Edevane wohnt in einem prunkvollen Haus. Die Familie ist angesehen, vermögend und gesellschaftlich etabliert.
Während des jährlichen Mitsommerfests verschwindet der jüngste Sohn aus seinem Kinderbett in der Nacht.
Alles Suchen ist erfolglos, der Kleine bleibt verschwunden. Nur Schwester Alice scheint irgendwas zu wissen.

2003

Polizistin Sadie braucht von ihrem Job als Ermittlerin eine Auszeit. Sie konnte in einem Fall einfach nicht so helfen wie sie wollte. Doch diese Auszeit hindert ihren Spürsinn nicht daran, der vertrauten Arbeit nachzugehen. Bei einem Spaziergang stößt Sadie auf das verfallene Haus der Edevanes. Sie erfährt die Geschichte des verschwunden Jungen und beschließt den Fall noch einmal aufzurollen.
Dabei geht sie tief in die Familiengeschichte der Edevanes, trifft auf Tochter Alice, die nun Schriftstellerin ist und erfährt die ganze Tragödie, die die Familie so sehr aus der Bahn geworfen hat.

 

Layout

Passend zum Titel ist ein See im Vordergrund zu sehen, am Ufer auf der anderen Seite steht ein Haus. Oben rankt ein Blumenzweig auf dem Bild.
Es ist ein passendes, typisches Cover für dieses Genre, wenig innovativ und schon oft gesehen. Nichts desto trotz wirkt es stimmig.
Das Buch ist in Kapitel gegliedert. Ort und Zeitangabe kennzeichnen die Handlungsstränge eindeutig.

Fazit

Rasant und fesselnd. Dabei vielschichtig gut ausgearbeitete Hauptprotagonisten und zwei Handlungsstränge, die gut durchdacht sind. Manchmal kann Begeisterung so einfach funktionieren.
Durch die beiden Hauptprotagonistinnen Alice und Sadie sind die beiden Erzählebenen logisch miteinander verknüpft.
Ich erfahre gut dosiert die Ereignisse in der Vergangenheit und bekomme das bleibende Geheimnis, was und warum sich die Tragödie in der Nacht 1933 zugetragen hat. in der Gegenwart aufgelöst.
Emotionale und auch willensstarke Frauen begegnen mir in den Epochen, die nachvollziehbar reagieren und agieren.
Kate Morton schreibt flüssig. Es bleibt immer spannend und ich kann das Buch in einer Rutsche lesen, weil ich unbedingt wissen will, was nun geschehen ist. Die Mischung aus großer Familiengeschichte, persönlicher Tragödie und Liebe ist gelungen.
Von mir fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Drama | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Helenas Geheimnis“ von Lucinda Riley

von am Mai 7, 2016

broschiertes-buch-helenas-geheimnis-15964162Information:

Verlag: Goldmann
Seitenzahl:
ISBN: 978-3-442-48405-8
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Sommer, Zypern, 2006. Nach Jahren kehrt Helena zurück nach Pandora, ein herrschaftliches Haus, in welchem sie schon in ihrer Jugend so manch schöne Ferien erlebt hat. Nun will Helena ihrer Familie dieses Anwesen zeigen. Und sie stellt sich auch ihrer Vergangenheit. Jugendliebe Alexis ist dabei nur eine Erinnerung, die das traumhafte Anwesen wieder in Helenas Gedächtnis ruft und somit sie und ihre Familie auf eine harte Bewährungsprobe stellt.
Helenas Familienglück wird durch ihre Geheimnisse überschattet.

Layout:

Das Cover ist so ein typisches Riley Ding, würde ich sagen. Florale Elemennte, ein idylischer Blick, verträumt und verspielt. Titel und Autorin in klarer Schrift mitten auf dem Cover platziert. So sehen die Romane von Riley eben aus, irgendwie beliebig und doch weiß ich, ach, das hat die Lucinda geschrieben.
Die Kapitel im Buch sind gut gegliedert, die verschiedenen Handlungsebenen und Zeiten gut gekennzeichnet und voneinander getrennt.

Fazit:

Kein typischer Riley. Die Handlung ist auf wenige Wochen angelegt. Einen Sommer lang begleite ich die Geschehnisse in Helenas Familie.
Dabei bekomme ich die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Helenas Sohn, hochbegabt, 13 Jahre alt, führt Tagebuch und schildert komplex die Ereignisse in Pandora. Alex geht es in erster Linie um das Geheimnis, wer ist denn nun mein Erzeuger.
Dann bekomme ich die Ereignisse noch allgemein geschildert, so dass ich alle Protagonisten mehr oder weniger gut kennenlerne.
Allein die verschiedenen Erzählweisen machen das Buch für mich sehr attraktiv. Auf der einen Seite der neutrale Erzähler, der hinter jede Fassade schauen kann. Dann der eigentlich heimliche  Hauptprotagonist Alex, den ich am besten kennenlerne, weil er mir sein Tagebuch offenbart.
Flüssig, schlüssig und spannend verpackt Lucinda Riley eine Familiengeschichte, die aus der Vergangenheit genährt wird, sich in einem Sommer abspielt und zehn Jahre nach den Ereignissen von Alex aufbereitet wird.
Eine erfrischend andere Lucinda Riley, womit ich allerdings erst warm werden musste, denn vergleichbar ist damit noch kein anderes Buch.
Eine leichte Geschichte, wie eine warme Sommerbrise auf Zypern eben. Ein Urlaubsschmankerl für zwischendurch, für Strand oder Balkonien. Von mir 4 Eselsöhrchen, denn einiges war sehr vorhersehbar.

Meine Bewertung:

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